ATX Wiener Börse

Nach Feiertag

Wiener Börse schließt im Plus

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Der ATX stieg um 9,72 Punkte oder 0,46 Prozent auf 2.138,40 Einheiten.

Die Wiener Börse hat den Handel am Mittwoch mit moderaten Kursgewinnen beendet. Der ATX stieg um 9,72 Punkte oder 0,46 Prozent auf 2.138,40 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zwei Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.140 Punkten.

Auch an den europäischen Leitbörsen gab es nach den Kursverlusten der vergangenen Handelstage eine leichte Stabilisierungsbewegung zu beobachten. Spekulationen um baldige konjunkturstützende Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) stützten die Notierungen, hieß es aus dem Handel.

Angeheizt wurden diese Spekulationen am Vormittag erneut von schwachen Inflationsdaten aus der Eurozone. Erstmals seit Oktober 2009 hat es im Währungsraum wieder eine negative Teuerungsrate gegeben. Dies könnten die EZB nun dazu veranlassen, bereits auf der kommenden Sitzung am 22. Jänner den großflächigen Kauf von Staatsanleihen anzukündigen, hieß es aus dem Handel.

Am Nachmittag blickten die Anleger dann in die USA und auf die ADP-Arbeitsmarktdaten. Am US-Arbeitsmarkt ist die Zahl der Beschäftigten im Dezember stärker gestiegen als erwartet. Am Abend wird zudem dem Protokoll der vergangenen Sitzung der US-Notenbank Fed erhöhte Aufmerksamkeit zukommen. Im Hintergrund schwelen jedoch die Sorgen um den niedrigen Ölpreis und um Griechenland weiter.

In Wien blieben neue Unternehmensnachrichten bisher noch Mangelware. An der Spitze der Kurstafel siedelten sich Verbund mit plus 5,37 Prozent auf 15,49 Euro an. Die Titel profitierten von einer Neueinschätzung durch die Analysten der UBS, die ihr Votum für den Versorger von "Neutral" auf "Buy" erhöht haben. Auch das Kursziel wurden von 14,70 Euro auf 22,00 Euro angehoben.

Gesucht waren im Einklang mit einem festen europäischen Branchensentiment auch Ölwerte. OMV gewannen 2,96 Prozent auf 21,42 Euro und Schoeller-Bleckmann stiegen um 2,55 Prozent auf 60,36 Euro. Nach der jüngsten Talfahrt haben sich die Ölpreise im Verlauf kurzfristig stabilisiert. In der Früh ist Brent noch erstmals seit Mitte 2009 wieder unter die Marke von 50 Dollar gefallen.

Deutlich schwächer schlossen indessen Raiffeisen mit minus 1,71 Prozent auf 11,49 Euro. Die Papiere knüpften damit an ihre starken Abschläge vom Wochenstart an. Am Montag waren Raiffeisen um mehr als siebeneinhalb Prozent abgesackt. Zuvor hatte die Raiffeisen Bank International (RBI) mitgeteilt, dass die Geschäftsplanung für ihr Russland-Geschäft überarbeitet werden müsse. Vom Ergebnis dieser Neueinschätzung hängt maßgeblich ab, ob die im Herbst vom RBI-Vorstand gegebene Prognose von bis zu 500 Mio. Euro Verlust für 2014 noch hält. "Wenn der noch bestehende Firmenwert der Raiffeisenbank Russland hält, gehe ich davon aus, dass die 500 Millionen nicht überschritten werden", sagt Bankchef Karl Sevelda in der "Raiffeisen-Zeitung".


 

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