Flugchaos wegen Streik in Frankfurt

Österreich betroffen

Flugchaos wegen Streik in Frankfurt

Rund 200 Beschäftigte legen den Betrieb in Frankfurt lahm.

Die für Donnerstagnachmittag und Freitag angekündigten Streiks am Frankfurter Flughafen dürften auch in Österreich zu Behinderungen im Flugverkehr führen. Der heutige Lufthansa-Abendflug von Frankfurt nach Graz musste storniert werden, ebenso die Frühmaschine am Freitag retour, sagte eine Sprecherin des Grazer Flughafens.

Verzögerungen in Wien
Die Folgen des Streiks am Frankfurter Flughafen für die Flugverbindungen nach Wien sind nach wie vor unklar: "Wir wissen noch nicht, wie die konkreten Auswirkungen auf die Flüge aussehen", sagte eine AUA-Sprecherin am Donnerstagnachmittag zur APA. Der nächste geplante AUA-Flug nach Frankfurt, der um 15:40 starten sollte, wird sich laut der Homepage des Flughafens Wien um 20 Minuten verspäten. Der Abflug ist für 16 Uhr avisiert. Auch ein für 14:50 Uhr geplanter Lufthansa-Flug aus Wien wurde auf 17:30 verschoben. Dagegen läuft derzeit das Boarding beim Niki-(flyniki)-Flug nach Frankfurt, dessen Abflug für 15:15 Uhr vorgesehen war. Absagen von Flügen sind bisher laut Airport-Homepage keine erfolgt. In Wien-Schwechat sind laut Flugplan 14 Maschinen von Lufthansa, AUA und Niki (flyniki) vom Streik bedroht.

   Sowohl der Flughafen als auch die Airlines empfehlen den Passagieren, sich auf den Internetseiten des Flughafens bzw. der Airline über den Stand der Flüge zu informieren.

Streik auch am Freitag
Wegen des angekündigten Streiks auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens hat die Lufthansa für Donnerstag 100 Flüge gestrichen. Es handle sich um 50 Flugpaare mit Start und Landung in Frankfurt, erklärte eine Sprecherin der Fluggesellschaft.

   Der Streik sollte nach dem Willen der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) von 15 Uhr an für sieben Stunden lang den größten deutschen Flughafen lahmlegen. Rund 200 Vorfeldlotsen und andere Beschäftigte wollen höhere Gehälter erzwingen. Der Betreiber Fraport will aber mindestens die Hälfte des geplanten Verkehrs gewährleisten. Regulär sollen in den sieben Stunden 526 Flugbewegungen stattfinden.

Stornierungen
  Die Lufthansa bietet ihren Kunden kostenlose Stornierungen sowie Umbuchungen auf andere Flüge oder die Bahn an. Die Passagiere sollten sich persönlich informieren oder auf Internetseiten nachschauen. Dort seien auch jederzeit Umbuchungen möglich.

   Unter den 100 annullierten Flügen sein nur zwei Interkontinentalverbindungen. Zu den möglichen Flugausfällen bei einer bereits angekündigten Ausweitung des Streiks auf Freitag von 08.00 bis 22.00 Uhr machte die Lufthansa noch keine Angaben, da noch nicht klar sei, wie viele Slots die Fraport anbieten könne. Laut Flughafen sind in dieser Zeit 1.082 Starts und Landungen geplant.