Europas Leitbörsen im Frühhandel im Plus

Nach Fed-Entscheid

Europas Leitbörsen im Frühhandel im Plus

Positive Vorgaben aus den USA belasten.

Nach der Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am gestrigen Mittwoch sind die europäischen Leitbörsen am Donnerstag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.35 Uhr mit plus 0,49 Prozent oder 17,88 Punkte bei 3.686,40 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt stieg 0,55 Prozent oder 65,18 Zähler auf 11.987,95 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 0,48 Prozent oder 33,63 auf 6.978,83 Punkte.

Die positiven Vorgaben aus den USA sorgten für etwas Unterstützung. Am gestrigen Mittwoch haben US-Währungshüter den Weg für eine baldige Zinswende freigemacht und das Signalwort "geduldig" aus ihrem Begleitkommentar gestrichen. Allerdings hat die Fed-Chefin Janet Yellen bei ihrer anschließenden Rede auch angedeutet, dass die Fed bei der Zinserhöhung behutsam vorgehen werde. Auch in Anbetracht der niedrigen Inflation und einer leicht abgekühlten Konjunktur halten es die meisten Marktteilnehmer derzeit für unwahrscheinlich, dass die Fed ihre Zinsen bereits bei der nächsten Sitzung im April anheben wird.

Negative Meldungen kommen dagegen vom griechischen Schuldenstreit. Die Gespräche zwischen der griechischen Regierung und den internationalen Geldgebern über die weitere Zusammenarbeit sind politischen Kreisen zufolge vorerst gescheitert.

Konjunkturseitig bleibt es am Vormittag noch ruhig. Am Nachmittag rücken dann neue Daten aus den USA in den Blick. Veröffentlicht werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Philadelphia-Fed-Index sowie der Index der Frühindikatoren.

Im Euro-Stoxx-50 stachen Enel positiv hervor mit einem klaren Kursplus von 3,01 Prozent. Der italienische Energieversorger hat seinen neuen Entwicklungsplan bis 2019 vorgestellt: geplant sind Investitionen in Höhe von 18 Mrd. Euro, das sind 6 Mrd. Euro mehr gegenüber dem letzten Entwicklungsplan.

Auch einige Branchenkollegen - darunter Eni (plus 1,48 Prozent) und Repsol (plus 1,58 Prozent) - waren im Frühhandel weit oben auf der Kurstafel zu finden. Ans Ende des europäischen Leitindex sackten dagegen Airbus mit einem Minus von 1,50 Prozent ab.

Philips-Papiere zogen um moderate 0,71 Prozent an. Das Unternehmen will die geplante Abspaltung seiner Licht-Sparte durch einen Börsengang vollziehen. Andere Optionen würden weiter geprüft, teilte der Konzern mit. Siemens hat seine Licht-Sparte Osram bereits abgespalten und an die Börse gebracht. Die Branche kämpft derzeit mit der Umstellung von traditionellen Glühbirnen zu Leuchtdioden (LED) und einem Preisverfall.

Abschläge gab es angesichts der anhaltenden Pilotenstreiks auch bei Lufthansa. Die Titel verloren 0,33 Prozent. Der Ausstand bei den Piloten der Fluggesellschaft soll auch am morgigen Freitag weitergehen.