Schlichtung bis 12. September

Flugbegleiter beenden Lufthansa-Streik

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Weitere Streiks müssen Lufthansa und ihre Passagiere vorerst nicht fürchten.

Der bislang heftigste Streiktag bei der Lufthansa ist zu Ende. Der eintägige Ausstand der Flugbegleiter wurde am Freitag um Mitternacht planmäßig beendet. Das bestätigte ein Sprecher der Fluggesellschaft in Frankfurt. Weitere Streiks müssen Lufthansa und ihre Passagiere vorerst nicht fürchten. Die Gewerkschaft Ufo und das Unternehmen hatten sich am Freitag darauf geeinigt, ihren Tarifkonflikt auf dem Wege einer Schlichtung beizulegen. Damit gilt von Samstag an wieder Friedenspflicht.

Im Schlichtungsverfahren geht es nach Angaben von Ufo in erster Linie um die Vergütungsfragen. Parallel dazu sollen aber über alle anderen strittigen Fragen wie Leiharbeit verhandelt werden. "Damit ist die Ufo sehr zufrieden", sagte Baublies. Es sei der Gewerkschaft immer um ein Gesamtpaket gegangen. Die Ankündigung der Lufthansa, künftig keine Leih-Stewardessen mehr auf ihren Berlin-Verbindungen einzusetzen, sei ein "wichtiges Signal" gewesen.

Die Flugbegleiter hatten am Freitag voriger Woche zunächst für mehrere Stunden die Lufthansa am Standort Frankfurt bestreikt und den Arbeitskampf dann schrittweise ausgedehnt. An diesem Freitag kam es dann  zum bislang wirkungsvollsten Streik in der Geschichte der Airline.

Vor der Vereinbarung einer Schlichtung hatte die Lufthansa bereits eine wichtige Forderung der Streikenden erfüllt. Die Fluggesellschaft kündigte an, künftig keine Leih-Stewardessen mehr auf ihren Berlin-Verbindungen einzusetzen. Während am bisher größten Streiktag bei Lufthansa bundesweit mehr als die Hälfte der 1.800 geplanten Verbindungen ausfiel, liefen parallel in Frankfurt Sondierungsgespräche für weitere Verhandlungen.

Wegen des Streiks musste Europas größte Fluggesellschaft am Freitag weit mehr als die Hälfte ihrer Flüge streichen, rund 100.000 Reisende waren von dem beispiellosen Ausstand betroffen. Selbst die Pilotenstreiks aus den Jahren 2001 und 2010 hatten nicht eine derart durchschlagende Wirkung. Chaos gab es aber weder an Flughäfen, Bahnhöfen noch auf den Autobahnen. Es war bereits die dritte Streikwelle nach zwei regional begrenzten Ausständen seit Freitag vergangener Woche.

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