Hypo OÖ 2009 mit Plus bei Jahresüberschuss

Die Hypo Oberösterreich hat das Krisenjahr 2009 mit einem Plus beim Jahresüberschuss vor Steuern von 17,4 % auf 27 Mio. Euro abgeschlossen. Die Bilanzsumme sank wegen der Rücknahme von Interbankgeschäften leicht - um 1,2 % auf 8,52 Mrd. Euro.

In einem schwierigen Umfeld habe sich die Geschäftsphilosophie einer "konservativen Regionalbank" bestätigt, erklärte Generaldirektor Andreas Mitterlehner, der sich zuversichtlich für 2010 zeigte. Die deutliche Steigerung beim Jahresüberschuss sei auf ein verbessertes Zinsgeschäft und Steigerungen im Provisionsgeschäft zurückzuführen, so der Hypo-Chef.

Die Primäreinlagen des Instituts gingen um 6,7 % auf 1,31 Mrd. Euro zurück. Viele Kunden hätten auf kurzläufige Wertpapiere umgeschichtet, um bessere Renditen zu erzielen, erklärte der Generaldirektor. Das verwaltete Wertpapiervolumen erhöhte sich um 10 % auf 1,7 Mrd. Euro.

Hohe Liquidität

Mitterlehner verwies auf die hohe Liquidität der Bank, sie sei langfristig über Emissionen refinanziert. Das entsprechende Volumen stieg im Vorjahr geringfügig um 0,4 % auf 5,30 Mrd. Euro an. Die Hypo Oberösterreich hat im Vorjahr 20 Emissionen mit einem Volumen von 314 Mio. begeben, an Pfandbriefen wurde eine Summe von 220 Mio. Euro abgesetzt.

Die Ausleihungen wuchsen um 3,1 % auf 4,92 Mrd. Euro. Damit habe sich das Volumen in den vergangenen 10 Jahren nahezu verdoppelt, so der Generaldirektor, der von "sehr guten" Risikokennzahlen sprach: Lediglich 0,85 % des gesamten Kreditvolumens müssten vorgesorgt werden.

Mitterlehner verwies auf die Eigenmittel der Bank, die im vergangenen Jahr 397 Mio. Euro ausgemacht haben und damit um 167 Mio. über dem gesetzlichen Erfordernis gelegen sind. Der Eigenmittelkoeffizient macht damit 14,1 % aus. Der Retun on Equity stieg 2009 von 9,6 auf 10,1 %. Die Kernkapitalquote bezifferte der Hypo-Chef mit 8 nach 5,9 %.

Die Bank hält unverändert bei 18 Filialen, davon eine Wien, und plant nach eigenen Angaben weder Neueröffnungen noch Schließungen. Mit aktuell 460 Mitarbeitern ist der Personalstand ebenfalls konstant geblieben. Für 2010 rechnet Mitterlehner mit einem ähnlich gelagerten Ergebnis wie im Vorjahr. Es sei ein Jahresüberschuss vor Steuern von rund 25 Mio. Euro zu erwarten.