Scheich Al Jaber

Fünf neue Anträge

Mehr Exekutionsanträge gegen Kneissl

Konkursantrag ist vorerst keiner beim Landesgericht Innsbruck eingelangt.

Der Stern der Tiroler Skifirma Kneissl befindet sich im Sinkflug: Am Donnerstag sind weitere Exekutionsanträge beim Bezirksgericht Kufstein eingebracht worden. "Insgesamt sind es derzeit fünf", erklärte ein Sprecher des Landesgerichts Innsbruck. Wer die neuen Anträge eingebracht habe und wie hoch die Pfändungssumme sei, wollte der Sprecher nicht sagen, da es sich um "ein nicht öffentliches Verfahren" handle.

Konkursanträge in der Lade
Konkursantrag sei vorerst keiner beim Landesgericht eingelangt. Aus unternehmensnahen Kreisen verlautete, dass eine Lieferantin bereits einen Insolvenzantrag in der Lade liegen habe. "Wenn sie einen Konkursantrag in der Lade haben, dann sollen sie ihn ziehen. Dagegen können wir sowieso nichts machen", betonte Karim Jalloul, Sprecher des 60-Prozent-Eigentümers Mohamed Al Jaber am Mittwoch. Jalloul kann sich nicht vorstellen, dass Al Jaber Kneissl in den Wind schreibt, immerhin habe er schon Millionen in die Firma gesteckt. Nach APA-Informationen bereitet indes ein weiterer Gläubiger (Geschäftspartner) einen Insolvenzantrag vor.

Laut Medienberichten ist einer der Exekutionsanträge, der rund 900.000 Euro umfasse, von einer Gesellschaft des ehemaligen Miteigentümers Fritz Unterberger eingebracht worden. Ein anderer von der Wiener Modeunternehmerin Susan Strasser in Höhe von rund 158.000 Euro. Die Kneissl Tirol GmbH soll zum Jahresende 2009 rund 15 Mio. Euro Schulden angehäuft haben, ein Jahr davor waren es noch 8 Mio. Euro.