Die Japan-Krise drückt auf den Ölpreis

Japan

Nach Atomkatastrophe: Ölpreise auf Talfahrt

Aus Furcht vor sinkender Nachfrage in Japan fallen die Ölpreise.

Die weltweite Furcht vor den  Auswirkungen der Atomkatastrophe in Japan hat die Ölpreise am  Dienstag weiter auf Talfahrt geschickt. Im frühen Nachmittagshandel rutschte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um 5,33 US-Dollar auf 108,34 Dollar. Gleichzeitig verbilligte sich ein Fass US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 4,12 Dollar auf 97,07 Dollar.Auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ging zurück.

Sinkende Nachfrage in Japan befürchtet
Hauptgrund dafür ist nach Ansicht von Experten die drohende Ausweitung der Atom-Katastrophe in Japan und ein damit verbundener Rückgang der Ölnachfrage in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt. "Noch immer stehen die Ölmärkte unter dem Eindruck der Meldungen aus Japan", hieß es bei der Commerzbank.

Investoren wollen kein Risiko eingehen
Die Entwicklung habe zur Folge, dass die Investoren derzeit kaum noch Risiken eingingen. Vor diesem Hintergrund dürften sich spekulative Anleger aus den Ölmärkten zurückziehen. Gleichzeitig würden aber die jüngsten Ereignisse in den Ölregionen des Nahen Ostens die Ölpreise vor einem noch stärkeren Preisrutsch bewahren. Der Einmarsch saudi-arabischer Truppen in den Nachbarstaat Bahrain, um auf Bitte der dortigen Regierung die Proteste niederschlagen zu helfen, habe für neue Unsicherheit bei den Investoren gesorgt.