ÖSTERREICH-Umfrage
62% gegen den Euro-Notfallplan
62 Prozent gegen den Euro-Notfallplan
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Fahrplan: So geht es jetzt weiter
Der nächste große Termin ist das Treffen der 20 größten Industrieländer (G20) am 3. und 4. November.
Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel. Nach den in der Nacht auf Donnerstag gefassten generellen Beschlüssen müssen unter anderem auf Ebene der Finanzminister die Details fixiert werden. Bis zum G20-Treffen am 3. und 4. November will die EU auch den Internationalen Währungsfonds (IWF) grundsätzlich mit im Boot für die geplanten Maßnahmen zur „Hebelung“ des Rettungsschirms EFSF haben.
Wie die Aufstockung des EFSF genau ablaufen soll, will die Euro-Gruppe bis Ende November in Leitlinien festlegen. Bis Jahresende soll dann das 2. Hilfspaket für Griechenland von den Euroländern und dem IWF endgültig geschnürt sein.
Das Schuldenland Italien hat zudem einen straffen Zeitplan für eine Reformstrategie. Bis 15. November will Rom der EU ein Konjunkturpaket vorlegen.
Das sagt FPÖ-Chef Strache zur Euro-krise - Seite 2 >>>
Strache: "Raus aus der Euro-Zwangsjacke"
ÖSTERREICH: Was stört Sie am meisten am Euro-Rettungspaket der EU?
Heinz-Christian Strache: Dass Kanzler Faymann erneut die österreichischen Interessen verraten hat. Hier wird ein Schuldenschnitt beschlossen, während wir im eigenen Land das Geld brauchen. Und die EU wird zu einer Transfer-Union – was eindeutig gegen die EU-Verträge verstößt. Wir sind auch gegen das Banken-Paket, weil hier die Österreicher wieder über teurere Kredite zur Kasse gebeten werden. Wir fordern jetzt eine Volksabstimmung.
ÖSTERREICH: Worüber?
Strache: Ob die Österreicher bereit sind, diesen permanenten Verfassungsbruch weiter hinzunehmen.
ÖSTERREICH: Aber was wäre denn die Alternative?
Strache: Eine Teilung in zwei Währungszonen, einen harten Nord-Euro und einen weichen Süd-Euro, in dem Länder wie Griechenland, Spanien, Italien oder Portugal Platz finden. Es ist Zeit, dass hier jemand die Stopptaste drückt.
ÖSTERREICH: Aber das wird ja nicht geschehen. Soll Österreich raus aus dem Euro, raus aus der Griechenland-Hilfe?
Strache: Da hätten wir nie hineindürfen.
ÖSTERREICH: Wir sind jetzt aber drin. Also: Soll Österreich aus dem Euro aussteigen?
Strache: Wir müssen raus aus der Euro-Zwangsjacke – und das erreichen wir durch zwei Währungszonen. Und wir müssen raus aus den Hilfszahlungen, die nichts bringen. Es sind schon Milliarden nach Griechenland geflossen – ohne jeden Effekt.
ÖSTERREICH: Sie mobilisieren mit Demonstrationen gegen die Regierung. Verlegen Sie die Debatte auf die Straße?
Strache: Wir informieren die Menschen unter dem Motto „Mut für eine neue Zeit“. Das sind erfolgreiche Veranstaltungen – wie die am Freitag vor unserem Nationalheiligtum, dem Stephansdom.
ÖSTERREICH: Warum bringen Sie nicht einen Neuwahlantrag im Parlament ein?
Strache: Natürlich überlegen wir in dieser Situation auch einen Neuwahlantrag.
Interview: G. Schröder
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