US-Börsen zur Eröffnung schwächer

New York

US-Börsen zur Eröffnung schwächer

Dow Jones, Nasdaq als auch S&P ließen im Frühhandel etwas nach.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Donnerstag kurz nach Handelsbeginn mit tieferen Kursen tendiert. Bis 16.00 Uhr verlor der Dow Jones Industrial Index 62,70 Einheiten oder 0,50 Prozent auf 12.567,33 Zähler. Der S&P-500 Index sank 6,68 Punkte oder 0,50 Prozent auf 1.335,40 Zähler. Der Nasdaq Composite Index ermäßigte sich um 13,87 Punkte (minus 0,49 Prozent) auf 2.831,19 Einheiten.

Unter den an der New York Stock Exchange gelisteten Titeln standen sich bisher 542 Gewinner und 2.159 Verlierer gegenüber. 110 Werte notierten unverändert. Bis zum oben genannten Zeitpunkt wurden rund 81,79 Mio. Aktien umgesetzt. Belastet hätten vor allem der fortgesetzte Preissturz der Rohstoffe sowie der Cisco-Ausblick, welcher deutlich schwächer als erwartet ausgefallen war. Die vor Handelsstart veröffentlichten Konjunkturdaten fanden jedoch nur wenig Beachtung. Die Einzelhandelsumsätze für April stiegen etwas weniger an als von Experten erwartet. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen indes etwas weniger stark zurück als im Vorfeld prognostiziert. In der vergangenen Woche ging die Zahl der Erstanträge von 474.000 auf 434.000 zurück. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 430.000 Anträge gerechnet.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen erneut Minen- und Ölwerte. Bereits am Mittwoch setzten die Rohstoffe nach der Veröffentlichung des Ölberichts des Energieministeriums zum Sinkflug an, welcher sich am heutigen Handelstag weiter fortsetzte. Zuvor hatte die chinesische Regierung die geldpolitischen Zügel erneut angezogen und die Mindestreserveanforderung für Banken werde um 50 Basispunkte auf den Rekordwert von 21 Prozent erhöht. Damit soll Blasen an Analgemärkten der Kampf angesagt werden. Unter den Verlierern fanden sich unter anderem Anadarko Petroleum (minus 1,86 Prozent) und Alcoa (minus 1,11 Prozent).

Darüber hinaus hatte der schwache Ausblick des Netzwerkausrüsters Cisco für eine negative Grundstimmung an der Wall Street gesorgt. Das Unternehmen gilt als Barometer für die IT-Branche. Im dritten Geschäftsquartal, das im April endete, fiel der Gewinn um 18 Prozent auf unterm Strich 1,8 Milliarden Dollar. Vor allem die Ausgaben für Vertrieb und Marketing sowie höhere Steuern lasteten auf dem Ergebnis. Enttäuscht hatte die Anleger aber vor allem der Ausblick, bei welchem ein Ein-Milliarden-Dollar-Sparpaket sowie ein weltweiter Stellenabbau angekündigt wurde. Im frühen Handel brach die Aktie 5,78 Prozent auf 16,75 Dollar ein.

Google macht indessen mit seinen neuen "Chromebooks" auf sich aufmerksam. Mit den Web-Notebooks mit dem Betriebssystem Chrome OS sollen gezielt um Microsoft-Kunden geworben und der Marktführer so vom Thron gestoßen werden. Google-Mitbegründer Sergey Brin gibt unverblümt die Zielrichtung vor: "Windows ist kein schlechtes System", so Brin. "Aber die Komplexität des Managements des Systems foltert die Anwender. Es ist ein fehlerhaftes Modell. Chromebooks stellen das neue Modell dar." Google-Aktien verloren 0,56 Prozent auf 532,45 Dollar.

Weiters blieben die Titel des staatlich gestützten Versicherers American International Group (AIG) im Fokus der Anleger. Die Titel tendierten um knappe 0,03 Prozent höher bei 30,66 Dollar. Kreisen zufolge will das US-Finanzministerium mit dem Verkauf von AIG-Anteilen nur fortfahren, wenn es dabei einen Gewinn machen kann. Andernfalls werde das Ministerium das Geschäft vom Tisch nehmen, hieß es. Ursprünglich wollte sich das amerikanische Finanzministerium eigentlich noch in diesem Monat von insgesamt 300 Mio. Dividendenpapieren trennen. Dies hatte der Konzern noch am Mittwoch angekündigt. Dadurch würde der Staatsanteil von derzeit 92 Prozent auf 77 Prozent sinken.