Wall Street legt Verschnaufpause ein

US-Börsen

Wall Street legt Verschnaufpause ein

Gewinnmitnahmen nach fünf Gewinntagen in Folge.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Mittwoch mit moderaten Abschlägen geschlossen. Experten verwiesen auf Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Höhenflug. Der positive Effekt für die Kapitalmärkte durch den am Vortag veröffentlichten, schwachen Arbeitsmarktbericht sei inzwischen verpufft. Im Fokus standen insbesondere die Quartalsberichte etlicher Unternehmen.

Der Dow Jones Industrial Index fiel um 54,33 Punkte oder 0,35 Prozent auf 15.413,33 Einheiten. Der S&P-500 Index gab 8,29 Punkte oder 0,47 Prozent auf 1.746,38 Zähler nach und der Nasdaq Composite Index sank um 22,50 Einheiten oder 0,57 Prozent auf 3.907,07 Zähler.

Im US-Leitindex Dow Jones standen Boeing und Caterpillar mit Zahlen im Fokus. Der Flugzeugbauer Boeing schraubte nach einem überraschend guten Sommergeschäft die Erwartungen für das laufende Jahr nach oben. Zudem sprang im dritten Quartal der Überschuss stärker als von Experten erwartet um zwölf Prozent auf 1,16 Milliarden US-Dollar hoch. Die Boeing-Aktie schloss an der Dow-Spitze mit einem deutlichen Plus von 5,34 Prozent.

Dagegen leidet Caterpillar weiter unter seiner starken Abhängigkeit von der Bergbaubranche. Der weltgrößte Baumaschinen-Hersteller strich die Prognose erneut zusammen und die Caterpillar-Titel kamen massiv um 6,07 Prozent zurück. Zwischen Juli und Ende September brach das Ergebnis je Aktie um 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein und die Erlöse gingen um 18 Prozent auf 13,4 Milliarden US-Dollar zurück.

Der US-Börsenbetreiber Nasdaq OMX hatte dank Zukäufen seinen Gewinn kräftig gesteigert, was die Aktien mit einem Kursplus von 5,82 Prozent honorierten. Dagegen stürzten die Anteilsscheine von Cree um 16,89 Prozent ab, nachdem der Gewinn des LED-Spezialisten die Erwartungen verfehlt hatte.

Im Pharmasektor schafften Eli Lilly gegen den Markttrend ein Plus von 0,32 Prozent. Der gestiegene Umsatz mit Diabetesmedikamenten und Kostensenkungen hatten für einen besser als erwartet ausgefallenen Gewinn gesorgt. Dagegen verloren die Titel von Konkurrent Bristol-Myers Squibb trotz wieder schwarzer Quartalszahlen 1,55 Prozent. Auch der Biotechnologiekonzern Amgen konnte nicht von positiven Nachrichten profitieren: Ungeachtet eines überraschend guten Quartals und einer angehobenen Jahresprognose ging es für die Titel um 0,46 Prozent bergab.

Auf dem US-Immobilienmarkt zeichnet sich unterdessen eine Megafusion ab. American Realty Capital Properties (ARCP) will Cole Real Estate Investments übernehmen, wie die US-Immobiliengesellschaften mitteilten. Die Transaktion habe ein Volumen von 11,2 Milliarden US-Dollar. Die Cole-Anteilscheine schossen um 8,81 Prozent in die Höhe, während American Realty um 1,98 Prozent nachgaben.