Ex-Finanzminister Grasser

Grasser will rasches Handeln von Justiz

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Ex-Finanzminister Grasser, gegen den in der Buwog-Affäre wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch und Bruch der Amtsverschwiegenheit ermittelt wird, drängt die Justiz zum Handeln. Bisher habe er in dem Verfahren noch immer keine Akteneinsicht erhalten, klagt Grasser gegenüber ÖSTERREICH.

Er wünscht sich, dass das ganze Verfahren rasch über die Bühne geht, "dann wird man sehen, dass da nichts übrig bleibt". Die Staatsanwaltschaft hat ihn aber noch immer nicht "eingeladen", klagt Grasser: "Mir kommt vor, keiner will was von mir wissen".

Das Treffen seines Anwalts Ainedter mit Justizministerin Bandion-Ortner im Wiener Theatercafe sieht Grasser nicht als Grund zur Aufregung. Sein Anwalt habe ihm gesagt, dass es ein zufälliges Treffen gewesen sei. Die Kritik der Grünen daran versteht der Ex-Minister nicht. "Wer sind die Grünen? Die sind mir völlig Pfeifendeckel", so Grasser.

Grasser-Anwalt Ainedter bestätigt gegenüber "Österreich" eine "informelle Intervention" bei der Ministerin für seinen Mandanten. Das Treffen sei aber reiner Zufall gewesen. "Ich habe mich bei ihr aufgeregt, dass ich jede Woche über geheime Akten lesen muss und ich keine Akteneinsicht bekomme. Sie meinte, sie kann gar nichts machen", so der Anwalt zu ÖSTERREICH.

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