Handelsskandal kostet JP Morgan gut 4 Mrd. Dollar

Die milliardenschweren Fehlspekulationen Londoner Händler haben bei der US-Großbank JP Morgan ein Loch von 4,4 Mrd. Dollar vor Steuern gerissen. Das teilte das Institut am Freitag mit. Trotz dieser Verluste schaffte die Bank im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 4,96 Mrd. Dollar - und blieb damit nur knapp unter dem Vorjahresniveau (5,43 Mrd.).

Dabei halfen allerdings Sondereffekte: So konnte JP Morgan etwa einen Teil seiner milliardenschweren Risikovorsorge für Kreditausfälle auflösen.

Das bisher als Musterknabe unter den amerikanischen Geldhäusern geltende Institut hatte im Frühjahr mit hochriskanten Wetten Milliarden in den Sand gesetzt. Zunächst war von einem Schaden von "mindestens" 2 Mrd. Dollar die Rede gewesen.

Wegen der Handelsverluste musste nun auch das Ergebnis des ersten Quartals nach unten korrigiert werden, wie die Bank mitteilte. Die Kontrollmechanismen seien inzwischen aber deutlich verschärft und die Risiken in betreffenden Portfolios reduziert worden.

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