Aufschwung erst ab 2011

Aufschwung

Heimische Wirtschaft legt 1,9 Prozent zu

Der Wachstum geht vor allem auf den Anstieg der Exporte zurück.

Das Wachstum der heimischen Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal stark beschleunigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Vergleich zum ersten Quartal - bereinigt um Saison- und Kalendereffekte - sprunghaft um 0,9 Prozent gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte es sich um 1,9 Prozent, teilte das Wifo am Freitag mit. Im ersten Quartal dagegen stagnierte die Wirtschaft noch, der Wert für das 1. Quartal wurde auf 0,0 von zuvor -0,1 Prozent revidiert.

Exporte
Der Warenausfuhr kam die kräftige Belebung der Auslandsnachfrage nach heimischen Produkten zugute, der Gesamtexport stieg gegenüber der Vorperiode real um 2,2 Prozent (1. Quartal +1,0 Prozent). Davon profitierte vor allem die heimische Sachgütererzeugung: Sie weitete ihre Wertschöpfung gegenüber der Vorperiode real um 3 Prozent aus, berichtet das Wifo.

Keine Investitionsnachfrage
Hingegen war auch im 2. Quartal noch keine Belebung der Investitionsnachfrage zu verzeichnen. Der reale Rückgang der Anlageinvestitionen (sowohl Bau- als auch Ausrüstungsinvestitionen) gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 0,9 Prozent zeigt jedoch eine Verlangsamung der Abwärtsdynamik (1. Quartal -2 Prozent). Die Investitionsschwäche bremste das Wachstum des Imports, insgesamt wuchs die Einfuhr im zweiten Quartal gegenüber der Vorperiode real um nur 0,4 Prozent, nach +1,0 Prozent im 1. Quartal.

Die Konsumausgaben wuchsen im 2. Quartal nur mäßig, sowohl der private als auch der öffentliche Konsum wurde saison- und kalenderbereinigt real um 0,2 Prozent ausgeweitet - genau so stark wie im 1. Quartal. Dagegen profitierten die Anbieter von Vermögens- und Unternehmensdienstleistungen vom Anziehen der Konjunktur. Ihre Wertschöpfung erhöhte sich um 0,7 Prozent zur Vorperiode. Das Hotel- und Gaststättenwesen, der Handel, das Transportwesen und die Kommunikationsdienstleistungen verzeichneten Zuwächse um insgesamt 0,5 Prozent.