HP plant radikalen Umbau und peilt Milliarden-Zukauf an

Der US-Computerkonzern Hewlett Packard (HP) plant einen radikalen Umbau. Der Dell-Konkurrent will das britische Software-Unternehmen Autonomy für kolportierte zehn Milliarden Dollar (6,96 Mrd. Euro) übernehmen. Gleichzeitig will HP- entgegen früherer Dementis - sein marodes PC-Geschäft abspalten.

Zudem will der weltgrößte Computerkonzern wegen Erfolglosigkeit die auf dem Betriebssystem WebOS basierten Tablet-PCs und Handys einstellen. Bei den Unternehmenszahlen steigerte HP im dritten Quartal seinen Umsatz auf 31,2 Milliarden Dollar von 30,7 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Damit erfüllte der Konzern die Erwartungen an der Wall Street.

Für HP läuft es unter Firmenchef Leo Apotheker, dem im vergangenen November angetreten war, nicht rund. Der sinkende Bedarf an PCs veranlasste ihn vor kurzem, die Prognosen für das Geschäftsjahr einzudampfen. Die Anleger konnte HP mit den Ankündigungen zunächst nicht überzeugen: Die Aktie ging auf Talfahrt und verlor mehr als sechs Prozent.