Italiens Wirtschaft sinkt das 8. Quartal in Folge

Die italienische Wirtschaft ist im zweiten Quartal etwas stärker geschrumpft als bisher angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel von April bis Juni um 0,3 Prozent und damit das achte Quartal in Folge. Das Statistikamt korrigierte damit am Dienstag seine erste Schätzung, die lediglich ein Minus von 0,2 Prozent ergeben hatte.

Ein schlechteres Ergebnis verhinderten die Exporte: Sie stiegen im Frühjahr um 1,2 Prozent, während die Importe um 0,3 Prozent fielen. Sowohl die privaten Konsumausgaben als auch die Investitionen sanken um 0,3 Prozent. Im ersten Quartal war der BIP-Rückgang mit 0,6 Prozent noch doppelt so stark ausgefallen.

Italien steckt in der längsten Rezession der Nachkriegszeit. Aber zuletzt häuften sich die Anzeichen für eine Konjunkturbelebung. Der Einkaufsmanagerindex signalisierte im August den zweiten Monat in Folge ein Wachstum der Industrie. 2013 wird die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone nach Prognose der EU-Kommission um 1,3 Prozent schrumpfen. Für 2014 sagt sie ein Plus von 0,7 Prozent voraus.

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