Milliarden-Sparpaket

Telekom setzt auf KI! Mitarbeiter bangen um Zukunft

Logo der Deutschen Telekom auf einem pinken Schild an einer Hausfassade.
© Getty Images
Die Deutsche Telekom treibt die digitale Transformation voran und setzt massiv auf Künstliche Intelligenz. Bis 2030 sollen dadurch jährlich rund 2,5 Milliarden Euro an indirekten Kosten eingespart werden.
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Das Management des DAX-Konzerns um CEO Tim Höttges gab auf dem aktuellen Investorentag in Bonn bekannt, dass der Ausbau von Künstlicher Intelligenz massiv beschleunigt wird. Die Technologie soll vor allem dort zum Einsatz kommen, wo viele wiederkehrende Aufgaben anfallen – etwa im Kundenservice, der Softwareentwicklung und im Netzbetrieb.

Vormarsch im Kundenservice und Netzbetrieb

Wie schnell die Entwicklung voranschreitet, verdeutlichen aktuelle Zahlen des Unternehmens. Im ersten Halbjahr wickelte der hauseigene Chatbot "Frag Magenta" bereits 2,6 Millionen Service-Anrufe ab. Bei der US-Tochter T-Mobile US sank die Zahl der Anrufe im Service um 55 Prozent, während autonome KI-Agenten dort mittlerweile 40 Prozent aller direkten Kundenkontakte eigenständig bearbeiten. Im Netzbetrieb ermöglicht KI das Erkennen von drohenden Überlastungen oder Störungen innerhalb von etwa einer Minute statt mehrerer Stunden.

Sorge um Arbeitsplätze trotz Schulungen

Die Telekom betont offiziell den Ansatz "Human-in-the-Loop", bei dem KI-Systeme das Personal unterstützen und nicht ersetzen sollen. So erhalten Beschäftigte im Service etwa automatisierte Formulierungshilfen sowie Echtzeit-Übersetzungen. Über 100.000 Angestellte wurden laut Konzern bereits im Umgang mit KI geschult. Dennoch sorgt der Kurs für Beunruhigung unter den Mitarbeitenden. Wie viele Stellen der 2,5-Milliarden-Euro-Sparplan kosten wird, bezifferte das Unternehmen bislang nicht. Arbeitnehmervertreter befürchten einen schrittweisen Abbau von Arbeitsplätzen im Servicebereich. Ein Teil des eingesparten Geldes soll in den Glasfaserausbau fließen.

Umsatzwachstum und technologische Vision

Neben den Einsparungen strebt die Telekom KI-bezogene Umsätze im Geschäft mit Unternehmenskunden außerhalb der USA an, die bis 2030 von 250 auf 800 Millionen Euro steigen sollen. Hierzu setzt der Konzern unter anderem auf eine "Industrial AI Cloud" in München. CEO Höttges spricht von einem bevorstehenden "iPhone-Moment" für die Branche und geht davon aus, dass sprachgesteuerte KI-Assistenten klassische Apps und Smartphones langfristig ersetzen werden.

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