IWF-Chef fordert zusätzlich 55 Mrd. Dollar Hilfe für arme Länder

Eine Woche vor dem G-20-Gipfel in Pittsburgh hat IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn mehr Hilfen für die ärmsten Länder der Welt gefordert. In diesem und kommenden Jahr seien zusätzliche Mittel in Höhe von 55 Mrd. Dollar (37,4 Mrd. Euro) für die armen Länder dringend notwendig, sagte Strauss-Kahn am Donnerstag. Der IWF könne dank der höheren Zuschüsse der Mitgliedsstaaten ein Drittel beisteuern, der Rest müsse aber durch die Geberländer aufgebracht werden.

Strauss-Kahn sagte, die weltweite Krise berge die Gefahr, dass sich die reicheren Länder nach innen wendeten und auf ihre eigenen Probleme konzentrierten. Damit könnten aber Jahre des Fortschritts zunichtegemacht und die Demokratie in einigen der ärmsten Länder aufs Spiel gesetzt werden. Solche Länder bräuchten aber mehr Möglichkeiten, die Krise zu überwinden, forderte der IWF-Chef. Die derzeitige Dürre im Osten Afrikas verschlimmere die Lage in der Region zusätzlich.

Am Vortag hatte auch Weltbank-Präsident Robert Zoellick die G-20-Staaten aufgerufen, die armen Länder nicht zu vergessen, wenn sich die reicheren Staaten allmählich von der Rezession erholten. Die Staat- und Regierungschef der wichtigsten 20 Industrie- und Schwellenländer kommen am 24. und 25.9. in Pittsburgh in den USA zusammen.