Netzeitung

Deutsche "Netzeitung" wird zum Nachrichtenportal

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Ende 2009 wird Deutschlands erste reine Internet-Tageszeitung, die "Netzeitung", als solche eingestellt. Künftig soll es nur mehr als "automatisiertes Nachrichtenportal" geführt werden - von einer Redaktion eigenrecherchierte Artikel wird es nicht mehr geben. Das teilte der Mutterverlag, das Kölner Medienhaus M. DuMont Schauberg (MDS), mit. Die "Netzeitung" wurde 2000 vom ehemaligen "Presse"-Chefredakteur Michael Maier gegründet.

Der Kärntner Maier hatte die Internet-Zeitung aber bereits vor 3 Jahren verlassen. Das Medium gehörte zunächst dem norwegischen Mischkonzern Orkla und wechselte in Folge öfter den Besitzer. Erst seit April gehört die "Netzeitung" zu MDS. Dieser teilte nun das Aus des Onlineprojekts mit, die aus 12 Mitarbeitern bestehende Redaktion werde betriebsbedingt gekündigt. Wenig Verständnis gab es dafür naturgemäß vom Betriebsrat.

"Diese Maßnahme ist völlig unverständlich", sagte Renate Gensch, Konzernbetriebsratsvorsitzende der zu MDS gehörenden BV Deutschen Zeitungsholding, die neben der "Netzeitung" auch die "Berliner Zeitung" und den "Berliner Kurier" hält.

Der MDS-Vorstand für Unternehmensstrategien rede von "Paid-Content" und im gleichen Atemzug werde das Personal der "Netzeitung" abgebaut, statt die Kollegen und ihr Know-how in die Online-Aktivitäten für die "Berliner Zeitung" und den "Berliner Kurier" einzubinden.

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