'Nix is fix': Seilbahner denken über Saison-Ende nach

Verlängerter Lockdown

'Nix is fix': Seilbahner denken über Saison-Ende nach

Branche will sich weiter beraten und noch diese Woche Konkreteres kommunizieren. 

Nach der Verlängerung des harten Lockdowns bis 7. Februar und der weiteren Schließung von Gastronomie und Hotellerie bis zumindest Ende Februar ist weiter unklar, ob die heimischen Seilbahnen weiter in dem Ausmaß offen halten werden wie derzeit. "Nix is fix. Besonders in Zeiten wie diesen", sagte der Obmann des Fachverbands der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Abg. Franz Hörl (ÖVP), am Dienstag im APA-Gespräch.
 
Man werde die Situation in den nächsten Tagen noch beraten und erst dann Konkreteres kommunizieren, sagte Hörl nach einer Bundesausschusssitzung der Branche am Montag. Letztere sei aber "eine reine Info-Veranstaltung" gewesen, so der Zillertaler Hotelier und Seilbahner. Die jeweiligen Teilnehmer seien beauftragt worden, bei den Seilbahnunternehmen in ihren Bundesländern hinsichtlich deren Meinungen und des wirtschaftlichen Ist-Zustandes nachzufragen.
 

Minimale Auslastung

Man habe seit Weihnachten im Sinne eines "Geschenkes an die Einheimischen" aufgesperrt - auch wenn es sich wirtschaftlich alles andere als rechne, ganz im Gegenteil, so Hörl. Gleichzeitig habe man damit gerechnet, dass es mit Mitte, Ende Jänner "zu einer annähernden Normalisierung" im Skibetrieb komme - also auch Gäste aus anderen Bundesländern wieder begrüßt werden dürfen. Dies sei nun ob des weiteren Geschlossenbleibens von Gastronomie und Hotellerie hinfällig. "Fünf bis 13 Prozent" an Auslastung bzw. Umsatz von "normalen" Jahren würden die Seilbahnunternehmen derzeit flächendeckend verzeichnen, untermauerte Hörl die prekäre wirtschaftliche Situation. Am Montag hatte der Seilbahnchef gemeint, dass der Wille nach wie vor ungebrochen sei, offenzuhalten - "die Frage ist, ob sich das alle leisten können". Aber vorschreiben könne man den Unternehmen logischerweise nichts, meinte Hörl.
 

Wenig Besucher

Klare Worte zur Frage des Offenhaltens fand indes Mario Stedile-Foradori, Vorstand der Arlberger Bergbahnen in St. Anton in Tirol - Teil des größten Skigebiets Österreichs. "Wo die Nachfrage nicht gegeben ist - also in großen Skigebieten abseits der Ballungsräume - wird es weitere Reduzierungen des Angebots geben müssen", sagte er dem "Kurier".
 
Während sich in Kärnten zumindest bis Ende Februar nichts ändern soll, zeichnet sich etwa in Oberösterreich da oder dort eine Reduzierung ab. Die Wurzeralm etwa habe nur noch an Wochenenden geöffnet, Hinterstoder sei noch voll in Betrieb. "Wir hatten 250 Gäste. Dem gegenüber stehen 100 bis 120 Mitarbeiter. Da stellt sich die Frage, wie sich das rechnet", so Helmut Holzinger, Vorstand der Hinterstoder-Wurzeralm-Bergbahnen.