Quartalsgewinn der Bank Austria mehr als halbiert

Die UniCredit-Tochter Bank Austria hat das erste Quartal 2010 mit 242 Mio. Euro Nettogewinn abgeschlossen - im Vergleich zum Vorjahresquartal (547 Mio. Euro) ein Rückgang um 56 Prozent, gegenüber dem schwachen 4. Quartal 2009 (129 Mio.) allerdings ein Plus von 87 Prozent. Kreditrisiken in Höhe von 439 Mio. Euro drückten das Ergebnis. Der Vorstandsvorsitzende Cernko sprach vom "soliden Ergebnis".

Die Bank Austria steuert als Sub-Holding der UniCredit-Gruppe ein Bankennetzwerk in Zentral- und Osteuropa mit mehr als 51.700 Mitarbeitern und rund 2.700 Filialen. Im mittel- und osteuropäischen Raum mache sich ein Aufschwung bemerkbar, verweist die Bank auf die BIP-Prognose für 2010 von 2,8 Prozent, während die Wachstumserwartungen für den Euro-Raum mit 0,9 Prozent deutlich schwächer sind. Aufgrund der einsetzenden Erholung nahmen die Risikovorsorgen in der CEE-Division ab.

"Die CEE Region bleibt der Wachstumsmotor für Europa, und wir haben bereits wieder selektiv mit Investitionen in unser Bankennetzwerk begonnen", erklärte Ghizzoni, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Bank Austria. Heuer sollen insgesamt rund 100 Filialen eröffnet werden.

Laut Cernko sei es gelungen, die sinkende Tendenz des zweiten Halbjahres 2009 zu durchbrechen und das Quartalsergebnis gegenüber den beiden Vorquartalen deutlich zu steigern, so der Bank-Chef in einer Aussendung. Cernko ortet eine Verbesserung der Situation der Bank: Die Risikokosten seien erstmals seit einem Jahr wieder gesunken, die CEE-Region habe internationales Vertrauen zurückgewonnen und die Volumina im kommerziellen Kundengeschäft seien gestiegen.

Die italienische Großbank UniCredit ist dank deutlich geringerer Kreditausfälle mit einem Gewinnsprung ins Jahr gestartet. Der Gewinn stieg im ersten Quartal 2010 im Vorjahresvergleich um 16,5 Prozent auf 520 Mio. Euro, teilte die Bank, Mutterkonzern der Bank Austria und der deutschen HVB, mit.