Stellenabbau

Rund 500 Kündigungen bei KTM: Sozialplan steht

Erste Kündigungen bereits in den kommenden Wochen, rund 500 Jobs verschwinden. Der Sozialplan steht jetzt.

Rund drei Wochen nachdem der Motorradkonzern KTM angekündigt hat, rund 500 Beschäftigte zu kündigen, steht der Sozialplan. Das berichteten am Donnerstag zuerst der ORF und die Salzburger Nachrichten. Die ersten Kündigungen sollen bereits übernächste Woche erfolgen, sagte eine KTM-Sprecherin. Der ORF hatte mit Verweis auf den Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA Oberösterreich, Wolfgang Gerstmayer, von ersten Kündigungen bereits nächste Woche berichtet.

"Wir haben heute die Beschäftigten darüber informiert, dass der Sozialplan mehrere Gesichtspunkte hat, um eben den Mitarbeitern, die von der Kündigung betroffen sind, eine soziale Abfederung zukommen zu lassen", zitiert der ORF Gerstmayer. Eingeflossen in die Berechnung der Zahlungen seien das Alter, die Länge der Beschäftigung bei KTM beschäftigt sowie die Anzahl der Kinder. Im Schnitt werde es um zwei bis drei Monatsgehälter zusätzlich gehen.

KTM-Chef bedankt sich bei Gewerkschaft

KTM-Vorstandsvorsitzender Gottfried Neumeister bedankte sich in einem schriftlichen Statement bei der GPA. "Gemeinsam mit dem AMS und den Behörden haben sie zudem maßgeblich dazu beigetragen, zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen wie einen Härtefallfonds und eine vom Land Oberösterreich finanzierte Insolvenzstiftung auf den Weg zu bringen."

Mitte Jänner hatte die KTM-Firmenmutter Bajaj Mobility AG (vormals Pierer Mobility AG) angekündigt, rund 500 Stellen - zwei Drittel davon in Österreich - abzubauen. Hauptsächlich seien Angestellte und das mittlere Management betroffen, hieß es damals. Als Grund für den weiteren Stellenabbau bei dem Motorradhersteller nannte Bajaj Mobility die "nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch die Senkung der Fixkosten, die Straffung von Strukturen" sowie die Fokussierung des Produktportfolios.

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