RWE hofft im Gazprom-Streit auf Rückzahlungen

Der deutsche Energiekonzern RWE kann im Preisstreit mit seinem russischen Gaslieferanten Gazprom auf eine hohe Rückzahlung hoffen. Ein Schiedsgericht habe dem Konzern Rückerstattungen für Zahlungen seit Mai 2010 zugesprochen, teilte der Versorger am Donnerstag mit.

Zudem sei eine Klausel des Vertrags, die sich auf die Ölpreisbindung bezieht, umgestellt worden. Zur Höhe der Rückzahlung äußerte sich RWE nicht. Der Konzern prüfe die Auswirkungen auf die Jahresprognose und wolle in den nächsten Tagen darüber informieren.

RWE hatte eine Lösung des Streits in der ersten Jahreshälfte angekündigt. Der Konzern hatte auf Kompensationszahlungen rückwirkend zum Frühjahr 2010 gepocht. Der Essener Versorger musste nach eigenen Angaben in den langfristig vereinbarten Verträgen an Gazprom mehr für seinen Gasbezug bezahlen als er von seinen eigenen Kunden erhält.

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