Sorgenia: "Earn-Out"-Vorschlag an CIR und Verbund

Die Gläubigerbanken der italienischen Stromgesellschaft Sorgenia haben den Mehrheitsaktionären Verbund und CIR einen sogenannten "Earn-Out"-Vorschlag vorgelegt. Damit wollen die Banken die beiden Sorgenia-Aktionäre überzeugen, einem umstrittenen Rettungsplan zuzustimmen, berichtete die Tageszeitung "Milano e Finanza".

Ein "Earn-Out"-Bonus soll von den Banken an die Mehrheitsaktionäre gezahlt werden, sollten die Geldhäuser zu den neuen Eigentümern des schwerverschuldeten Stromkonzerns aufrücken. Die Banken erwarten in wenigen Tagen eine Antwort von den Mehrheitsaktionären Sorgenias, so das Blatt. Verbund wollte zum "Earn-Out"-Vorschlag der Banken kein Kommentar abgeben.

Der Verbund, der eine 46-prozentige Beteiligung an Sorgenia hält, hat die Italien-Beteiligung schon länger auf Null abgeschrieben und ist nicht bereit, noch Kapital in die marode Stromgesellschaft zu stecken. Interessenten für seinen Sorgenia-Anteil sucht der Verbund bisher erfolglos.

CIR drängt darauf, dass es bis zum 5. Juni zu einer Einigung über den Rettungsplan für Sorgenia kommt. An diesem Tag muss der CIR-Aufsichtsrat die Bilanz für das erste Quartal 2014 verabschieden.

Der Plan der Banken sieht eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 400 Mio. Euro vor, mit der die Geldhäuser zu Mehrheitsaktionären von Sorgenia aufrücken würden.

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