Standard Chartered hat wenig Lust auf Geschäfte mit Euro-Banken

Als erste Großbank hat die britische Standard Chartered angekündigt, ihre Kreditbeziehungen zu Instituten in der Eurozone zu überdenken. "Wir haben uns das mal angeschaut und festgestellt, dass wir nicht mehr so stark vertreten sein müssen wie in der Vergangenheit", zitierte die "Financial Times" den Asien-Chef der Bank, Jaspal Bindra.

"Das beträfe mehr als nur ein oder zwei Banken. Es ist angemessen zu sagen, dass wir insgesamt unser Engagement bei europäischen Banken reduziert haben", fügte Bindra hinzu. Wegen der Euro-Schuldenkrise leihen sich die Banken derzeit untereinander kaum mehr Geld, weil sie sich angesichts drohender Abschreibungen auf Staatsanleihen gegenseitig misstrauen. Sie parken ihr überschüssiges Geld lieber bei der Europäischen Zentralbank (EZB) - trotz niedriger Zinsen.

Standard Chartered kappt laut Bindra zwar keine bestehenden Kreditverbindungen, überdenkt aber eine Verlängerung des Engagements bei Fälligkeit.

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