Besseres operatives Ergebnis als erwartet

Strabag zum Halbjahr mit niedrigeren Verlusten

Der börsenotierte Baukonzern Strabag SE hat im ersten Halbjahr ein deutlich besseres Ergebnis eingefahren als von Analysten erwartet. Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich gegenüber der Vorjahresperiode von -28,4 auf -11,1 Millionen Euro massiv. Analysten hatten mit einer Verschlechterung auf -44,4 Mio. Euro gerechnet. Die Umsatzerlöse stiegen um 12 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.

Im Gesamtjahr will Unternehmenschef Hans Peter Haselsteiner das operative Ergebnis eigenen Angaben vom Montag zufolge auf Vorjahresniveau halten, obwohl die erste Jahreshälfte so gut gelaufen ist und in der Baubranche traditionell schwächer ist als die zweite. "Wie vor drei Monaten ist der Vorstand auch zur Jahresmitte der Meinung, dass wir das laufende Jahr - begünstigt durch Konjunkturprogramme der Regierungen - voraussichtlich auf Vorjahresniveau abschließen werden", teilte der Konzernchef mit. Allerdings werde sich das Klima im Bausektor in den kommenden Jahren voraussichtlich verschlechtern.

Die starke Verringerung des operativen Verlusts in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres begründet Österreichs größter Baukonzern mit den besseren Ergebnissen im deutschen Hoch- und Ingenieurbau, der höheren Nachfrage im polnischen Verkehrswegebau und der Einbeziehung der Strabag Property und Facility Services GmbH (SPFS) in das Segment Sondersparten & Konzessionen.

"Das Ergebnis ist natürlich auch deshalb besser ausgefallen, weil wir weniger investiert haben", sagte Unternehmenssprecher Christian Ebner im Gespräch mit der APA. Die Strabag habe ihre Investitionen heuer halbiert.

Vor allem beim Personal und beim Aufwand für Material und bezogene Leistungen seien Kosten gespart worden. Der Baukonzern beschäftigt derzeit rund 75.040 Mitarbeiter - wegen Firmenübernahmen in Deutschland sind das um knapp 9.000 Personen oder 14 Prozent mehr als vor einem Jahr.