TUI legt Konzernumbau auf Eis
"Der Konzern will sein Geld in der Krise lieber zusammenhalten", sagte einer der Insider. Ein TUI-Sprecher sagte: "Es gibt einen Arbeitsauftrag des Aufsichtsrats, die Optionen zum Ausbau des Tourismus-Geschäfts zu prüfen. Es gibt derzeit keine Entscheidung und auch keinen Zeitdruck."
Der Bereich Zentraleuropa, auf den rund 40 Prozent der Urlauber entfallen, ist einer von drei Bereichen der Londoner TUI Travel, in der das Reiseveranstaltergeschäft des Konzerns gebündelt ist. Die TUI AG hält 51 Prozent an TUI Travel. Bisher war Kreisen zufolge geplant gewesen, den Rückkauf des Quellmarkts Mitte durch die AG noch in diesem Jahr zu realisieren und dabei einen Teil der Erlöse aus dem Verkauf der Reederei Hapag-Lloyd zu verwenden sowie Verbindlichkeiten von TUI Travel gegenzurechnen. TUI Travel hat bei der Mutter noch Schulden von rund einer Mrd. Euro.
Den ursprünglich favorisierten Plan, TUI Travel komplett zurückzukaufen, hatte TUI-Chef Michael Frenzel beiseitegelegt. Beim Teilverkauf der Reederei Hapag-Lloyd musste der Konzern den Käufern Konzessionen gewähren, so dass TUI auch finanziell derzeit nicht in der Lage wäre, die Übernahme zu stemmen.
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