Hohe Netzkosten

Strom-Gebühren-Hammer: Unternehmer zeigt seine Rechnung

Wo bleibt die KMU-Strategie der Regierung, fragt ein Unternehmer aus dem Burgenland, der für den Strom 8.609 Euro im Monat zahlt, es kommen aber mit Netzgebühr, Abgaben und Steuern noch einmal rund 10.000 Euro mehr dazu.

"Der Mittelstand wird von dieser Regierung vollkommen vergessen", klagt KMU-Finanzinsider Gerald Zmuegg. Dazu präsentiert er via oe24 die Rechnung einer Druckerei im Burgenland. Bei der Firma Wograndl in Mattersburg "sieht man, warum eine Regierungsstrategie auch für KMU dringend notwendig wäre."

18.272 Euro für Strom gezahlt, doppelt so viel wie die reinen Energiekosten von 8.609 Euro ausmachen

Die Wograndl Druck GmbH im Burgenland zahlt 18.272 Euro für Strom im Monat. Das zeigt die Stromrechnung für den Monat November 2025, der Verbrauch liegt bei rund 52.000 kWh. Den Großteil der Rechnung machen Netzkosten, Abgaben und Steuern aus. 

Stromrechnung

Stromrechnung für den Monat November 2025, der Verbrauch liegt bei rund 52.000 kWh. Den Großteil der Rechnung machen Netzkosten, Abgaben und Steuern aus.

© zVg

Der Preis pro Kilowattstunde ist mit 35 Cent/kWh rund sieben Mal so hoch wie der von der Regierung angekündigte Industrie-Strom-Preis von 5 Cent/kWh, der für große, energieintensive Industrie-Unternehmen ab 2027 gelten soll. Ob die Druckerei dann im nächsten Jahr auch in den Genuß dieser Entlastung kommt - als kleineres, mittelständisches Unternehmen - ist fraglich. Klar ist nur eines: Schon jetzt sind die Abgaben, Steuern und Gebühren auf Strom mit mehr als dem Doppelten des reinen Strompreises viel zu hoch.

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