US-Einzelhändler stecken in roten Zahlen fest

Die US-Einzelhändler haben den zweiten Monat in Folge Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Im Mai hatten sie 0,2 Prozent weniger in den Kassen als im April, wie das Handelsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit diesem Rückgang gerechnet.

Klammert man den Autosektor aus, fielen die Umsätze um 0,4 Prozent und damit so stark wie seit zwei Jahren nicht. Die sinkenden Benzinpreise sorgten dafür, dass die Umsätze an den Tankstellen überdurchschnittlich um 2,2 Prozent zurückgingen.

Die Daten seien durchweg keine guten Nachrichten, sagte ING-Analyst Rob Carnell. "Die Verbraucher bleiben recht vorsichtig", ergänzte Peter Cardillo von Rockwell Global Capital. Die Einzelhandelsdaten gelten als wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung in den USA, da deren Wirtschaftsleistung zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt.

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