Baustelle

D: 2009 erstmals seit 2006 wieder mehr Baugenehmigungen

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Die Behörden hatten 2009 den Bau von 178.000 Wohnungen genehmigt. Das ist im Jahresvergleich ein Anstieg um 1,9 % oder 3.300 Wohnungen.

Für 2007 wiesen die Statistiker noch einen massiven Einbruch bei den Baugenehmigungen von 26,2 % aus. 2008 lag der Rückgang bei 4,4 %.

Verbände warnen vor "katastrophaler Wohnungslücke"

Die deutsche Bau- und Immobilienwirtschaft sowie Mieterbund und Baugewerkschaft haben die Politik vor einer katastrophalen Wohnungslücke in Deutschland gewarnt. Wenn die Politik hier nicht endlich mit gezielten Anreizen einschreite, werde sich bis 2025 eine Wohnungsbaulücke von jährlich 360.000 Wohnungen aufbauen.

Darin enthalten sei der notwendige Ersatz von rund 160.000 alten Wohnungen, die nicht mehr sanierungsfähig seien, berichtete der Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Walter Rasch.

Der Staat müsse endlich mit Steuererleichterungen und Verbesserungen an KfW-Förderprogrammen handeln. Zur Zeit werden laut Mieterbund jährlich nur noch 175.000 Wohnungen neu gebaut.

Einer jetzt veröffentlichten Studie der Prognos AG zufolge wären 2025 rund die Hälfte der Regionen Deutschlands von der Wohnungsbaulücke betroffen, wenn nichts getan werde. Zu den am stärksten betroffenen Regionen gehörten die Länder Niedersachsen, Hessen und Berlin. Insbesondere Einpersonen-Haushalte und Pensionisten seien bei steigendem Trend unterdurchschnittlicher Einkommen dann "die Verlierer eines historischen Tiefstands im Wohnungsbau", berichtete Prognos-Experte Michael Böhmer.

Europäische Baukonjunktur weiter rückläufig

Die europäische Bauproduktion ist im Jänner aber weiter gesunken. In der Eurozone ging die saisonbereinigte Produktion gegenüber Dezember 2009 um 2,2 % zurück, gegenüber Jänner 2009 reduzierte sie sich um 12,5 %, so Eurostat. Zahlen für Österreich lagen Eurostat keine vor.

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