Österreichs Auto-Zulieferer erwarten harte Zeiten
Im Vergleich zum ersten Quartal 2009 hat sich die Stimmung merklich eingetrübt. Damals ging man noch von einem Umsatzminus von 23 Prozent aus.
56 Prozent der Zuliefer-Unternehmen arbeiten derzeit kurz oder planen das Instrument demnächst einzusetzen, so die ARGE Automotive Zulieferindustrie. Allerdings sinke die Nachfrage und die Kurzarbeit laufe bei mehr als 75 Prozent der Betriebe spätestens im Oktober aus. Die ARGE befürchtet deshalb, dass es ab Herbst verstärkt zu Kündigungen kommen wird. Die Kurzarbeit verschaffe den Zulieferern kurzzeitig Luft, aber als längerfristige Maßnahme sei sie für 68 Prozent der mehr als 100 befragten Unternehmen zu teuer und zu starr.
Angesichts dieser Tatsachen fordert die ARGE Automotive Zulieferindustrie flexiblere Rahmenbedingungen für die Unternehmen. Bei wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die die Arbeitsorganisation betreffen und eine sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit erfordern, gebe es ein "großes bis dato ungenutztes Potenzial". In Österreich gibt es rund 300 Autozulieferer und weitere 400 Unternehmen, die von der Branche abhängig sind.
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