Österreichs Industrie-Erzeugerpreise unter Vorjahr

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Die Erzeugerpreise der Industrie sind im Mai 2009 gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent gesunken. Im April betrug die Jahresveränderungsrate -1,5 Prozent, im März -0,1 Prozent. Gegenüber April 2009 stieg der Index um 0,6 Prozent. Grund für den Rückgang waren die erneut stark gesunkenen Energiepreise. Diese sind gegenüber Mai 2008 um satte 8,4 Prozent zurückgegangen - nach 8 Prozent im April.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise wäre der Erzeugerpreisindex im Schnitt um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, teilte die Statistik Austria mit. Eine Preissenkung um im Schnitt 2,9 Prozent gab es auch bei Vorleistungsgütern: Die größten Preisunterschiede wurden bei den Vorleistungsgütern in der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie der Chemie-Industrie verzeichnet. Sonstige Erzeugnisse der ersten Bearbeitung aus Eisen und Stahl fielen um 17,2 Prozent, Roheisen, Stahl und Ferrolegierung um 13,1 Prozent, NE-Metalle und Halbzeug daraus sanken um 11,2 Prozent. Im Bereich der Chemie-Industrie verbilligten sich die Chemiefasern um 11,5 Prozent sowie chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen, Kunststoffe in Primärform und synthetischer Kautschuk in Primärform um 11 Prozent.

Weitere Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichneten bei den Vorleistungsgütern die Preise für Futtermittel (-6,3 Prozent) sowie für Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse (-3,9 Prozent). Gestiegen sind vor allem die Erzeugerpreise für feuerfeste keramische Werkstoffe und Waren (+18,2 Prozent), für elektronische Bauelemente und Leiterplatten (+6,3 Prozent), für Erzeugnisse aus Beton, Zement und Gips (+4,0 Prozent) sowie für sonstige Porzellan- und keramische Erzeugnisse (+3,5 Prozent).

Die Preise für Konsumgüter lagen im Mai 2009 um 0,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im April und März 2009 waren diese noch bei 0,9 Prozent bzw. 1,5 Prozent gelegen. Stark gefallen sind hier die Preise am Lebensmittelsektor für pflanzliche und tierische Öle und Fette (-26,9 Prozent), Obst und Gemüseerzeugnisse (-7,1 Prozent) sowie für Milch und Milcherzeugnisse (-6,7 Prozent). Preisanstiege verzeichneten die Produktgruppen Münzen, Schmuck und ähnliche Erzeugnisse (+8,5 Prozent), Musikinstrumente (+5,9 Prozent) sowie Spielwaren (+3,2 Prozent).

Die Jahresteuerungsrate für Investitionsgüter lag bei 4,1 Prozent. Teuerungen gegenüber dem Vorjahresmonat gab es hier vor allem für die Produktgruppen Kraftwagen und Kraftwagenteile (+9,7 Prozent), Datenverarbeitungsgeräte und periphere Geräte (+3,2 Prozent), Öfen und Brenner (+2,7 Prozent) sowie Hebezeuge und Fördermittel (+2,3 Prozent). Verbilligt haben sich hingegen die Geräte und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik (-2,5 Prozent).

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