Sloweniens Wirtschaft soll heuer um 7,3 % schrumpfen

Slowenien wird stärker schrumpfen: Erwartete UMAR im März noch -4 %, geht das Institut nun von -7,3 % aus.

Für 2010 geht die Denkfabrik der slowenischen Regierung von einer positiven, aber bescheidenen Wachstumsrate von 0,9 % aus. Etwas robusteres Wachstum sei 2011 zu erwarten. Dann soll das slowenische BIP um 2,5 % wachsen.

Grund für die schlechten Konjunkturaussichten ist die globale Krise, von der einige wichtige Handelspartner der exportorientierten slowenischen Wirtschaft besonders stark betroffen sind. Einen deutlichen Einbruch wird es bei den wichtigsten Wachstumstreibern der vergangene Jahre geben, vor allem im Außenhandel.

Die Exporte sollen heuer um 17,9 % (bisherige Prognose 8,6 %) einbrechen. Noch stärker, um 19,8 % sollen die Importe schrumpfen (bisher 10,3 %). Ein Aufwärtstrend im Außenhandel sei wieder 2010 zu erwarten. Das Exportwachstum soll nächstes Jahr 4,1 %, das Importwachstum 1,8 % betragen.

Auch bei den Investitionen wird wegen der Krise ein Rückgang erwartet. Die Investitionsausgaben sollen heuer um 21 % einbrechen und 2010 um weitere 2 %. UMAR gibt die Hauptschuld dafür der Kreditklemme: Im Vergleich zu 2008 wurde bei Krediten für Unternehmen heuer ein Rückgang von 90 % verzeichnet worden.

Der private Konsum soll heuer erstmals in 9 Jahren einbrechen (minus 2 %) und 2010 auf diesem Niveau stagnieren. Ausgaben des Staates werden der Prognose zufolge heuer um 3,2 % wachsen, im nächsten Jahr aber um 1,5 % schrumpfen.

Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich heuer weniger stark verschlechtern, wie UMAR noch im Frühjahr erwartet hat. Die Beschäftigung soll um 2,4 % zurückgehen (bisherige Prognose um 5,4 %) und auch die kommenden 2 Jahre rückläufig sein. Bis Ende 2009 werden rund 96.000 Arbeitslose erwartet. Die registrierte Arbeitslosigkeit soll damit bei 9,1 % liegen.

UMAR hat auch die Inflationsprognose für 2009 etwas erhöht. Die Jahresinflation soll heuer 1,9 % betragen, während im Frühjahr noch 1,4 % erwartet wurden. Für 2010 wird eine Jahresinflation von 2 % erwartet (bisherige Prognose 2,2, %).