Neue Strecke

Westbahn will auf Südstrecke binnen dreier Jahre profitabel sein

100 Jobs entstehen beim Anbieter, der ab Sonntag erstmals auch in die Steiermark und nach Kärnten gelangt

Die ÖBB bekommen mit der mehrheitlich privaten Westbahn von Hans Peter Haselsteiner nun auch Konkurrenz auf der Südbahn von Wien über Graz und Klagenfurt bis Villach. Bisher war die Westbahn, an der auch die französische Staatsbahn SNFC beteiligt ist, nur auf der Weststrecke von Wien über Linz nach Salzburg und weiter nach Westen unterwegs. Am Sonntag geht es mit ersten Zügen los, ab Ende Mai gibt es fünf Verbindungen je Richtung. Profitabel will man binnen dreier Jahre sein.

Die drei neuen Züge vom Schweizer Hersteller Stadler lässt sich die Westbahn 120 Mio. Euro kosten. Die Züge waren nicht schneller lieferbar, laut Haselsteiner wäre man im Fall des Falles auch früher gen Süden gestartet, wie der Industrielle bei Ankündigung der neuen Verbindungen sagte. Die Züge sind für sechs Jahre geleast. Es gibt die Option, die Züge dann zu kaufen oder das Leasing zu verlängern.

Die Westbahn schaffe durch die Erweiterung ihres Angebotes rund 100 Jobs, hieß es vom Unternehmen auf APA-Anfrage. Man rechne damit, im dritten Jahr profitabel zu werden. Möglicherweise gelinge dies auch etwas früher.

"Schnellster Zug Österreichs"

Die Stadler-Züge der Westbahn mit 422 Sitzplätzen werden mit bis zu 250 km/h auf der Koralmstrecke fahren, die den Weg nach Süden für das Unternehmen potenziell erst profitabel macht. Die Rede ist vom "schnellsten Zug Österreichs". Ohne den Tunnel allerdings - es folgt auch noch der Semmeringbasistunnel - wurde die für die Steiermark und Kärnten extrem wichtige Strecke nur von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bedient. ÖBB-Züge fahren mit bis zu 230 Stundenkilometern. Wien - Klagenfurt dauert bei beiden Unternehmen drei Stunden und einige Minuten. Mittelfristig könnten weitere Bahnanbieter auf die Südstrecke drängen.

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