Wiener Börse geht im Minus aus dem Handel

Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag mit Kursverlusten beendet. Der ATX fiel um 0,79 Prozent auf 2.489,36 Einheiten. Nach einem Erholungsversuch im Frühhandel nach den gestrigen Kursverlusten gab der ATX im Tagesverlauf seine Kursgewinne wieder vollständig ab und drehte am Nachmittag in den roten Bereich ab.

Das europäische Umfeld konnte indessen nach einem freundlichen Vormittagsverkauf keine einheitliche Richtung finden. Im Fokus blieb die politische Situation in der Krim. Das prorussische Parlament hat die Halbinsel heute Mittag formell für unabhängig von der Ukraine erklärt. Dies sei nötig gewesen für den geplanten Beitritt der Krim zur Russischen Föderation wie auch für die Durchführung des im Westen nicht anerkannten Referendums darüber am kommenden Sonntag.

Belastet wurde der ATX von den Kursverlusten in Raiffeisen (minus 4,68 Prozent auf 21,61 Euro). Auf APA-Anfrage sagte eine Sprecherin der Raiffeisen Bank International (RBI) am Dienstag, dass bisher noch keine Beschlüsse der Aufsicht zur Tilgung des in der Krise eingeschossenen staatlichen und privaten PS-Kapital (2,5 Mrd. Euro) vorliegen. Vor einem Monat hat die RBI nach Organsitzungen wissen lassen, das Geld bei Zustimmung der Finanzaufsicht am oder um den 15. März 2014 tilgen zu wollen. Das wäre diese Woche. Auch die Aktien des Branchenkollegen Erste Group gaben 1,56 Prozent auf 24,36 Euro ab.