Wiener Börse schließt schwächer

Die Wiener Börse hat am Donnerstag bei geringem Volumen schwächer geschlossen. Der ATX fiel 0,79 Prozent auf 2.355,03 Einheiten, nachdem die Verluste im Späthandel ausgeweitet worden waren. Negativ aufgenommen wurden an den Aktienmärkten die jüngsten Aussagen von EZB-Chef Draghi im Anschluss an die heutige Zinsentscheidung.

Der oberste Notenbanker im Euro-Raum betonte die Risiken für eine Konjunkturerholung im zweiten Halbjahr und drückte damit auf die Aktienkurse, hieß es. Im Frühhandel wurden die Märkte noch von der Bank of Japan durch eine weitere deutliche geldpolitische Lockerung unterstützt.

Am heimischen Markt blieb die Meldungslage auf Unternehmensebene recht dünn. Hingegen gab es von Analystenseite einige Veränderungen. Eine der auffälligste Kursbewegung unter den heimischen Schwergewichten zeigte Andritz. Die Aktie des Anlagenbauers gab um 1,96 Prozent auf 50,90 Euro nach.

Nicht viel besser erging es den Blue Chips voestalpine (minus 1,58 Prozent auf 23,00 Euro) und Telekom Austria (minus 1,87 Prozent auf 4,95 Euro). Die schwergewichteten Bankentitel wiesen hingegen verschiedene Vorzeichen auf. Während Raiffeisen Bank International einen Kurszuwachs von 0,64 Prozent auf 26,59 Euro verbuchen konnten, gingen Erste Group um 0,73 Prozent auf 22,30 Euro zurück. Die Ölaktie OMV legte um 0,69 Prozent auf 34,29 Euro zu.

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Polytec schlossen mit minus 0,14 Prozent auf 6,37 Euro moderat tiefer. Der oberösterreichische Kfz-Zulieferer musste im abgelaufenen Jahr durch den Verkauf des Geschäftsbereichs Interior Systems wie erwartet deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hinnehmen.

Flughafen-Wien-Anteilsscheine verloren um 1,99 Prozent auf 46,48 Euro an Höhe. Die Analysten von HSBC stuften die Airport-Aktie von "Neutral" auf "Underweight" ab. Das Kursziel wurde zudem mit 43,50 Euro bestätigt.