Wiener Börse sehr schwach, Banken drücken auf ATX

Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit satten Abschlägen geschlossen. Der ATX knickte um 2,25 Prozent auf 2.412,98 Einheiten ein. Nach einem kurzen Ausflug in die Gewinnzone im Frühhandel ging es für den ATX im Verlauf kontinuierlich tiefer in die Verlustzone.

Auch die internationalen Leitbörsen präsentierten sich am Berichtstag nach enttäuschenden Konjunkturdaten dies- und jenseits des Atlantiks in schwacher Verfassung.

Starken Verkaufsdruck gab es europaweit im Finanzbereich zu sehen. In Wien drückten vor allem die schwergewichteten Banken mit satten Kursverlusten deutlichen auf den ATX. Erste Group gingen mit einem massiven Abschlag von 5,02 Prozent auf 22,42 Euro aus dem Tag. Raiffeisen rasselten um 4,88 Prozent auf 21,05 Euro nach unten.

Jeweils mehr als vierprozentige Abschläge mussten conwert (minus 4,34 Prozent auf 9,25 Euro) und Wienerberger (minus 4,11 Prozent auf 12,35 Euro hinnehmen.

Am heimischen Markt rückten auch veröffentlichte Quartalszahlen die entsprechenden Unternehmen ins Blickfeld. Lenzing-Papiere zogen nach Vorlage von Ergebnissen 4,87 Prozent auf 45,83 Euro an. Die Zahlen lagen im Rahmen der Analystenerwartungen.

Die Aktien von Mayr-Melnhof schlossen nach vorgelegten Zahlen mit minus 0,76 Prozent auf 85,86 Euro.

Rosenbauer hat ebenfalls Ergebnisse präsentiert. Die Aktien zeigten sich 1,43 Prozent tiefer bei 68,01 Euro.

Telekom Austria befestigten sich hingegen um 0,28 Porzent auf 7,13 Euro. Die Übernahmekommission der Wiener Börse hat das Übernahmeangebot von Milliardär Carlos Slim an die übrigen Aktionäre der Telekom Austria außerhalb des ÖIAG-Slim-Syndikats genehmigt.

EVN schwächten sich um 1,83 Prozent auf 9,87 Euro. Der bulgarische Energieregulator will gegen die niederösterreichische EVN sowie die tschechischen Stromversorger CEZ und Energo-Pro Geldstrafen von insgesamt mindestens 25,56 Mio. Euro verhängen.

Century Casinos haben zum Jahresauftakt 2014 einen Gewinneinbruch erlitten. Da heuer die Osterferien nicht ins erste Quartal fielen, kamen weniger Gäste zum Zocken. Der Nettogewinn sackte im ersten Quartal 2014 von 1,666 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum auf 226.000 Dollar ab. Die Titel schlossen dennoch mit plus 2,44 Prozent auf 4,20 Euro.