Wiener Rentenmarkt im Späthandel uneinheitlich

Der Wiener Rentenmarkt hat am Dienstagnachmittag mit uneinheitlichen Notierungen geschlossen. Während 25- und fünfjährige Emissionen leichte Kursverluste hinnehmen mussten, konnten Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren einen Kursgewinn verbuchen.

An einem konjunkturseitig ruhigen Handelstag rückten die Anleiheemissionen von Spanien und vor allem Italien in den Fokus der Märkte. Am Vormittag konnte bereits die spanische Anleiheauktion problemlos abgewickelt werden. Das Land konnte sogar mehr Geld als geplant aufnehmen und musste dafür geringere Zinsen bieten als bei der letzten Emission.

Italien hat am heutigen Handelstag 7,75 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Dabei musste das Land eine durchschnittliche Rendite von 1,28 Prozent zahlen und damit die höchsten Zinsen für seine Schulden seit Dezember 2012 bieten. Nach der Herabstufung der Bonität des Landes hatten die Märkte bereits mit einem Anstieg der Zinsen für italienische Staatsanleihen gerechnet, hieß es aus dem Handel. Auch daher konnte keine klare Tendenz zum sicheren Hafen der Staatsanleihen festgestellt werden.

Gegen 16.30 Uhr notierte die Leitemission am europäischen Rentenmarkt, der deutsche Euro-Bund Future mit Juni-Termin, mit 143,19 um 47 Basispunkte über dem Schluss-Stand vom Vortag (142,72). Heute Mittag notierte der Rentenfuture mit 142,97. Das Tageshoch lag bisher bei 143,20, das Tagestief bei 142,52, die Tagesbandbreite umfasst damit bisher 68 Basispunkte. In Frankfurt wurden bisher etwa 526.954 März-Kontrakte gehandelt.