Noch vor einem Impfstoff
Arzt: Coronavirus könnte von selber verschwinden
Weltweit sind inzwischen mehr als 5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 330.000 Personen sind an Covid-19 gestorben. Während international ein Wettlauf um die Entwicklung eines Impfstoffes entbrannt ist, lässt ein britischer Mediziner nun mit einer umstrittenen These aufhorchen. Karol Sikora glaubt nämlich, dass das Coronavirus von selbst verschwinden könnte.
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„Es besteht eine reelle Chance, dass das Virus auf natürliche Weise verschwindet, bevor ein Impfstoff entwickelt wird“, schreibt der britische Professor auf Twitter. Der 71-Jährige geht von einer enorm hohen Dunkelziffer aus und glaubt deshalb an eine Herdenimmunität. „Meiner Meinung ist das ein realistisches Szenario.“ Dafür müssten sich allerdings mindestens 60-70 Prozent der Menschen infizieren.
Experten widersprechen
Andere Forscher widersprechen Sikora deshalb auch vehement. Medizinexperte Christoph Specht stellt gegenüber RTL klar. „Ein Virus, das sich so leicht überträgt wie SARS-CoV-2, das verschwindet nicht so leicht. Ich glaube aber, dass die Dramatik des Virus verschwinden könnte“. Frühestens in einigen Jahren könnte es zu einer Teilimmunisierung kommen.
Bisherige Studien zeigen auch, dass die Dunkelziffer nicht so hoch ist, wie manche Experten befürchtet haben. Von einer Herdenimmunität ist man in sämtlichen Ländern noch meilenwert entfernt.
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