Aktuelle Zahlen: Erneut drei Todesopfer in Wien

Die meisten Fälle in NÖ

Aktuelle Zahlen: Erneut drei Todesopfer in Wien

Der positive Trend hält an: Derzeit sind 3.411 Menschen in Österreich an Corona erkrankt.

In Österreich sind bis Dienstagvormittag 14.873 positive Testergebnisse auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 vorgelegen (Stand 9.30 Uhr). Die Zahl der an oder mit Covid-19 Verstorbenen wurde von Innen- und Gesundheitsministerium mit 491 beziffert, um 21 Tote mehr als Montagfrüh.

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10.971 Menschen galten als wieder genesen, um 3,2 Prozent mehr als am Tag zuvor. Insgesamt wurden österreichweit bisher laut Gesundheitsministerium 189.018 Testungen durchgeführt.
 
Die Zahl der aktiv Erkrankten ist um 7,7 Prozent auf 3.411 gesunken: Derzeit befinden sich 756 Patientinnen und Patienten mit einer Corona-Ansteckung in einem Krankenhaus, ein Rückgang um gut sechs Prozent binnen eines Tages. 196 der Betroffenen liegen auf Intensivstationen, das sind zwei Intensivpatienten mehr als am Montag.
 
Die meisten aktuellen Fälle gibt es in Niederösterreich mit 788. Dahinter folgen die Steiermark (681), Tirol (644) und Wien (505). Mit dem Burgenland (94) und Kärnten (69) gibt es bereits zwei Bundesländer, die weniger als 100 aktive Fälle melden. 

Drei weitere Todesopfer in Wien

Die Zahl der aktuellen Covid-19-Fälle ist in Wien leicht rückläufig. Die Bundeshauptstadt zählte am Dienstag, Stand 8.00 Uhr, 505 Personen, die derzeit an einer Corona-Erkrankung laborieren. Im 24-Stunden-Vergleich sind das um fünf weniger. Insgesamt ist die Summe der bisher bestätigten Fälle von 2.241 auf 2.260 gestiegen - ein Plus von 0,8 Prozent.
 
Genesen sind inzwischen 1.656 Menschen. Das sind um 21 mehr als Montagfrüh. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle erhöhte sich um drei auf nun 99. Drei Frauen im Alter von 68, 95 und 99 Jahren sind im Krankenhaus verstorben, informierte der medizinische Krisenstab der Stadt Wien per Aussendung.

Wieder etwas mehr Intensivpatienten in Oberösterreich

Nach einem neuen Sterbefall ist die Anzahl der Toten mit dem Coronavirus in Oberösterreich am Dienstag auf 45 gestiegen. Ein 78-jähriger Mann aus dem Bezirk Linz-Land verstarb im Ordensklinikum Barmherzige Schwestern in Linz. Im Vergleich zum Vortag ging die Zahl der Intensivpatienten um drei auf 30 nach oben.
 
Auch in den Alters- und Pflegeheimen gab es am Dienstag wieder etwas mehr infizierte Bewohner. Der Krisenstab des Landes meldete 44 Fälle, am Montag waren es 38. Generell ist die Zahl der Erkrankten aber in Oberösterreich weiter rückläufig. 258 wurden Dienstagnachmittag gemeldet.
 

Knapp 20.000 Coronavirus-Tests in NÖ durchgeführt

St. Pölten. In Niederösterreich sind bis Dienstagfrüh 19.921 Coronavirus-Tests durchgeführt worden. Verzeichnet wurden dabei 2.501 nachweislich Infizierte, was gegenüber Montagfrüh einem Anstieg von 22 Erkrankten entsprach. Nach Angaben des Sanitätsstabs waren 1.623 Personen im Bundesland wieder genesen. 85 Menschen starben bisher mit oder an einer Covid-19-Erkrankung.

Der Bezirk mit den meisten positiv Getesteten war weiter Amstetten mit 284. Dahinter folgen die Bezirke St. Pölten (255), Neunkirchen (175), Melk (167), Mödling (162), Korneuburg (154), Tulln (150), Krems (136), Baden (131), Mistelbach (120), Scheibbs (100), die Landeshauptstadt St. Pölten (83), Gänserndorf (80), Bruck a.d. Leitha (75), Wiener Neustadt (69), Waidhofen a.d. Thaya und Zwettl (je 68), Horn (42), Lilienfeld und Wiener Neustadt-Stadt (je 40), Krems-Stadt (36), Hollabrunn (30), Waidhofen a.d. Ybbs-Stadt (23) sowie Gmünd (13).

 17:54

Flächendeckende Tests in Burgenlands Pflegeheimen gestartet

Im Burgenland haben am Dienstag die flächendeckenden Corona-Tests in den Alterswohn- und Pflegeheimen begonnen. In den nächsten Wochen werden rund 4.200 Bewohner und Mitarbeiter getestet, teilte Soziallandesrat Christian Illedits (SPÖ) mit. In einem weiteren Schritt folgen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen und Mitarbeiter der Hauskrankenpflege.

Die Tests werden zunächst vom Roten Kreuz durchgeführt. Nach einer Einschulungsphase sollen aber die Betreiber der Alterswohn-und Pflegeheime die Testungen durch ihr dafür qualifiziertes Personal übernehmen. Dass es bisher kaum positive Covid-19-Fälle gegeben habe, spreche für die gesetzten Vorsorgemaßnahmen in den Heimen, betonte Illedits.

 17:19

Noch 124 Covid-19-Patienten in Vorarlberg

Die Zahl der aktuell an Covid-19 erkrankten Personen ist in Vorarlberg auf 124 gesunken. Am Dienstag standen zwei Neuinfektionen (auf 877) sieben Genesungen (auf 740) gegenüber. 13 Menschen sind in Vorarlberg an oder mit Covid-19 gestorben, so die Landessanitätsdirektion. 18 Personen waren im Spital, davon sieben auf Intensivstationen. Bisher wurden in Vorarlberg 8.384 Testungen durchgeführt.

 16:48

90.000 Arbeitnehmer betroffen

90.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zählen zu den definierten Risikogruppen für eine Covid-19-Erkrankung. Das sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag in einer Pressekonferenz mit Sozialversicherung, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und Ärztekammer. Das letzte Wort, wer zur Risikogruppe zählt und wer nicht, habe weiterhin der Arzt.

Die Definition von Risikogruppen sei auch international in dieser Form ein "absolutes Pilotprojekt", betonte der Gesundheitsminister. Risikopatienten würden ein Schreiben der Sozialversicherungsträger erhalten, mit dem sie sich an ihren Arzt wenden können. Auf Grundlage einer Checklist erarbeitet dieser ein gemeinsames Attest zur Vorlage an den Arbeitgeber, um einen "gemeinsamen Weg" zu suchen, wie Sicherheit geschaffen werden kann.

Drei Optionen bieten sich für Risikopatienten: So können am gewohnten Arbeitsplatz Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung getroffen werden, also etwa eigene Zimmer. Ist dies nicht möglich, soll Home-Office geprüft werden. Geht auch das nicht, bleibt die Möglichkeit einer Freistellung. Wie viele Arbeitnehmer was davon in Anspruch nehmen könnten, ist unklar. Anschober betonte, dass die Maßnahmen für die Arbeitnehmer freiwillig seien.

 16:15

Eine Woche Urlaub pro Monat für Polizisten ab Mai

Ab 1. Mai wird die generelle Urlaubssperre für Polizisten gelockert. Sie dürfen künftig eine Woche Urlaub pro Kalendermonat nehmen. Zuvor hatte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) während der Pressekonferenz der Regierung am Dienstagnachmittag noch betont, dass die Urlaubssperre aufrecht bleibe, solange die Coronakrise nicht im Griff sei.

Während der Pressekonferenz führte jedoch Helmut Tomac, der Generalsekretär im Innenministerium, Verhandlungen mit der Personalvertretung der Exekutive. Dabei gab es die Einigung auf die Lockerung der generellen Sperre. Die neue Regelung gelte "bis auf Weiteres" und sei von den weiteren Entwicklungen abhängig, hieß es aus dem Innenministerium.

 16:09

Trump will Einwanderung in die USA stoppen

US-Präsident Donald Trump will jegliche Einwanderung in die Vereinigten Staaten temporär stoppen. Er werde einen entsprechenden Erlass unterzeichnen, kündigte er am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter an. Als Begründung führte Trump mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie den "Angriff des unsichtbaren Feindes" an sowie die Notwendigkeit, die "Jobs unserer großartigen amerikanischen Staatsbürger" zu schützen.

Es ist ein weiterer Schritt der US-Regierung, mit der Corona-Pandemie stärkere Einschränkungen der Einwanderung zu rechtfertigen. Die Ankündigung kommt inmitten der Debatte über eine Lockerung von Maßnahmen zur Eindämmung des Virus.

 16:05

Doskozil will "Solidarbeitrag" der Landespolitik

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat am Dienstag einen Solidarbeitrag der Landespolitik als "Zeichen des Zusammenhalts und der Solidarität" in der Coronakrise aufs Tapet gebracht. Auf APA-Anfrage nach einem möglichen Gehaltsverzicht der Mitglieder der Landesregierung hieß es aus seinem Büro, dass der burgenländische Landeschef das Thema breiter anlegen wolle.

Es gehe dabei um die Politik insgesamt, aber auch um Spitzenrepräsentanten im Bereich der Landesholding und der Landesverwaltung. Ein eigener burgenländischer Vorschlag werde ab nächster Woche erarbeitet. Von der Bundesregierung erwarte sich Doskozil eine verbindliche Lösung für die Finanzierung der Gesamtkosten der Coronakrise, die über eine einmalige Benefizaktion hinausgehe. Hohe Vermögen und Erbschaften sowie internationale Großkonzerne seien solidarisch in die Pflicht zu nehmen.

 14:28

Erste Mittel aus Wiener Sonder-Fördertopf vergeben

Die Stadt Wien hat Anfang März einen Sonder-Fördertopf zur Unterstützung der Coronavirus-Forschung mit einer Million Euro dotiert. Sieben Projekte werden nun in der ersten Tranche bedacht, zwei davon wurden am Dienstag näher vorgestellt. Sie beschäftigen sich mit der Reaktion des Immunsystems auf Covid-19 einerseits und mit der Belastbarkeit des heimischen Gesundheitssystems andererseits.

411.000 Euro an Unterstützung wurden den sieben ausgewählten Forschungsprojekten zugesprochen, sagte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Dienstag in einer Pressekonferenz. Die Entscheidung, wer Geld bekommt, fällt ein Kuratorium mit Vertretern der Stadt, der Ärztekammer, der Medizinischen Universität Wien und der Wiener Spitäler. Als Basis dienen Expertengutachten und -empfehlungen.

 14:17

Schulbetrieb rollt in Etappen wieder an

Ab 4. Mai starten im Schulbereich die Vorbereitungen für die Matura und Lehrabschlussprüfungen, mit 15. Mai soll der Schulbetrieb für andere Schulstufen etappenweise hochgefahren werden. Ebenfalls ab 15. Mai sollen Gottesdienste wieder möglich sein.

 13:52

Gastronomie sperrt Mitte Mai wieder auf

Mit 1. Mai werden die von der Bundesregierung zum Schutz vor einer Weiterverbreitung des Coronavirus verhängten Ausgangsbeschränkungen gelockert und sämtliche Geschäfte - also auch solche mit einer Fläche von mehr als 400 Quadratmetern - geöffnet. Der Schulbetrieb wird ab 4. Mai stufenweise wieder hochgefahren. Das hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) Dienstag in einer Pressekonferenz verkündet.

Auch Masseure, Fußpfleger und Friseure dürfen mit 1. Mai wieder ihre Dienstleistungen anbieten, wobei - wie in Lokalen und Geschäften - MNS-Masken getragen werden müssen und der Ein-Meter-Sicherheitsabstand zu beachten ist, wie Kurz betonte. Sperrstunde für die Gaststätten und Lokale, die ab 15. Mai wieder aufsperren dürfen, ist vorerst 23.00 Uhr. Ab 4. Mai starten im Schulbereich die Vorbereitungen für die Matura und Lehrabschlussprüfungen, mit 15. Mai soll der Schulbetrieb für andere Schulstufen etappenweise hochgefahren werden. Ebenfalls ab 15. Mai sollen Gottesdienste wieder möglich sein.

 13:28

Weltweit schon mehr als 170.000 Corona-Tote offiziell bestätigt

Durch die Coronavirus-Pandemie sind weltweit bereits mindestens 170.000 Menschen ums Leben gekommen. Von den 170.226 Todesopfern weltweit wurden 106.737, also rund zwei Drittel, in Europa registriert, wie Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben am Dienstag ergaben.

Das Land mit der höchsten Opferzahl weltweit sind die USA mit 42.364 Corona-Toten, gefolgt von Italien mit 24.114 Toten und Spanien mit 21.282 Toten. In Frankreich wurden bis Dienstag 20.265 Todesopfer gezählt, in Großbritannien 16.509.

Weltweit beläuft sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle auf 2.483.086. Weil nicht alle Menschen getestet werden, sondern vielerorts nur Patienten mit deutlichen Symptomen, dürfte die wirkliche Zahl Experten zufolge aber deutlich höher liegen.

 13:01

Nach 4-Wochen-Tief wieder Anstieg bei Toten in Spanien

Nach dem Rückgang der Zahl an neuen Corona-Toten auf den niedrigsten Stand seit vier Wochen hat Spanien am Dienstag wieder einen leichten Anstieg verzeichnet. 430 Infizierte seien in den vergangenen 24 Stunden gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstag mit. Damit kamen nach offiziellen Angaben bisher 21.282 Menschen in Spanien durch die Pandemie ums Leben.

Weltweit verzeichnen nur die USA und Italien höhere Opferzahlen. Am Montag hatte Spanien mit 399 Corona-Todesopfern die niedrigste Zahl seit vier Wochen vermeldet. Den Anstieg vom Dienstag erklärten die Behörden auch damit, dass einige Angaben aus den spanischen Regionen zu Todesfällen vom Wochenende erst jetzt beim Gesundheitsministerium eingegangen seien.

 12:50

FPÖ fordert "Klarheit, Transparenz und Planbarkeit"

Die FPÖ hat am Dienstag die Regierungs-Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus scharf kritisiert. Diese hätten "Unsicherheit, Verwirrung, Angst und Orientierungslosigkeit" ausgelöst, sagte FP-Klubobmann Herbert Kickl bei einer Pressekonferenz. Von der Regierung forderte er "Klarheit, Transparenz und Planbarkeit" und kündigte dazu eine Reihe von Anträgen bei der Nationalratssitzung am Mittwoch an.

Im Hohen Haus werde man am Mittwoch wieder zu einer "Art parlamentarischen Normalität zurückkehren", sagte Kickl. So werde es keine verkürzte Sitzungsdauer und keine reduzierte Teilnehmerzahl geben. "Der Fast Track-Parlamentarismus, der auch anfällig ist für Pfusch aller Art, fällt flach."

Auch sprach er sich dezidiert gegen den von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verwendeten Begriff der "neuen Normalität" aus: "Mir graut vor dieser neuen Normalität, die Sebastian Kurz immer propagiert. Die funktioniert nur, wenn man die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt. Das ist genau das, was die Bundesregierung tut." Die sei nichts anderes "als ein Ausnahmezustand und das möchte ich nicht haben".

 12:05

Österreichs erster Maskenautomat in Graz

Wer in Graz demnächst schnell einen Mund-Nasen-Schutz benötigt, kann diesen ganz einfach aus einem "Maskomaten" ziehen: Das Beschäftigungsprojekt Natur.Werk.Stadt. produziert die Schutz-Produkte, die hygienisch verpackt entnommen werden können. Die Bezahlung - eine freiwillige Spende an den Naturschutzbund Steiermark - erfolgt mittels Überweisung, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.

Sieben Frauen und Männer sind derzeit mit der Herstellung der Masken beschäftigt. "Die Idee zum Maskomaten ist uns bei einer Videokonferenz im Team plötzlich gekommen. Und zwei Tage später war er fertig", freute sich Projektleiterin Daniela Zeschko. "Zum Glück können wir jetzt in Kooperation mit unseren Fördergebern, dem Arbeitsmarkt Service Steiermark (AMS), dem Land Steiermark und der Europäischen Union, so flexibel auf die Corona-Krise reagieren und mit unseren Leuten Masken in hohen Stückzahlen produzieren."

Der laut Aussendung österreichweit erste "Maskomat" steht in der Waagner-Biro-Straße und wird am kommenden Donnerstag, 23. April, im Rahmen des Bauernmarktes öffentlich eingesetzt.

 11:54

In steirischen Spitälern erstmals wieder unter 100 Covid-Patienten

In den steirischen Spitälern für Covid-Patienten liegt die Zahl der an dem Virus Erkrankten erstmals wieder unter 100 Fällen, teilten die Steirischen Krankenanstalten (KAGes) am Dienstag mit. Die höchste Zahl an Covid-Kranken in den steirischen Landeskrankenhäusern gab es am 7. April mit 176, seither sinke die Zahl kontinuierlich. Am Dienstag waren es 95 Patienten, 14 davon auf Intensivstationen.

Die meisten infizierten Erkrankten sind am Standort West des LKH Graz 2 untergebracht. Dort liegen 71 Patienten, fünf werden intensiv behandelt. Am LKH-Universitätsklinikum Graz und dem LKH-Hochsteiermark mit dem Standort Leoben wurden am Dienstag 13 bzw. fünf Patienten versorgt. Stark betroffen von der Corona-Pandemie ist auch die Region Hartberg-Fürstenfeld, wo im LKH Hartberg nach wie vor fünf positiv getestete Patienten stationär betreut werden.

 11:52

Remdesivir-Schnellschüsse helfen wenig

Vorläufige Teilergebnisse von zwei wissenschaftlichen Studien mit dem möglichen Covid-19-Therapeutikum Remdesivir haben Ende vergangener Woche für einen regelrechten (Aktien-)Hype gesorgt. Für das vom US-Konzern Gilead entwickelte Medikament werden allerdings schon in nächster Zeit handfeste Daten vorliegen. Das geht aus dem internationalen Studienfahrplan zu dem Arzneimittel hervor.

"Die bekannt gewordenen Daten stammen aus einem Studienzentrum in Chicago, das an zwei Studien mit Remdesivir beteiligt ist. Das sind aber Teildaten aus einer Untersuchung mit Covid-19-Patienten mit moderater Erkrankung und einer Untersuchung mit Patienten mit schwerer Erkrankung. Daraus lassen sich keine Schlüsse ziehen", sagte Clemens Schödl (Gilead Österreich) gegenüber der APA. Auf der Basis eines einzigen Zentrums unter 152 beteiligten Kliniken weltweit und unter Vermischung von vorläufigen Daten aus zwei unterschiedlichen wissenschaftlichen Untersuchungen können wohl kaum Aussagen getroffen werden.

Schon vor rund zwei Wochen gab es eine erste Veröffentlichung von Fallbeobachtungen mit Remdesivir im New England Journal of Medicine. Doch die Daten stammten von Patienten mit unterschiedlichem Krankheitsverlauf, ein Teil der ursprünglich aufgenommenen Kranken wurde bei der Auswertung ausgeschieden. Die Zahl der Patienten (53) war vergleichsweise klein.

 11:41

Wird auch die Wiener Wiesn abgesagt?

Ob das "Wiener Wiesn Fest im Prater", das vom 24. September bis 11. Oktober angesetzt ist, heuer stattfindet, wird am Donnerstag bekanntgegeben. Das wurde im Büro des Veranstalters auf APA-Anfrage am Dienstag betont. Seit der Absage des Vorbilds in München wird auch in Wien darüber spekuliert, ob das Event wie geplant über die Bühne gehen kann.

 11:31

Auch Brauchtum betroffen

Covid-19 betrifft auch das Brauchtum: Waidhofen a.d. Ybbs hat am Dienstag mitgeteilt, dass das traditionelle Maibaum-Aufstellen in diesem Jahr entfällt. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hätten das bunte Kunst- und Kulturleben auf den Kopf gestellt, berichtete das Rathaus. Stadtchef Werner Krammer (ÖVP) bat um Verständnis, "dass heuer kein Maibaum den Oberen Stadtplatz schmücken wird".

 11:15

Zwei weitere Corona-Todesopfer in Kärnten

In Kärnten sind am Montag zwei weitere Menschen gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert worden sind. Nach Angaben des Landes Kärnten starb eine 82-Jährige daheim, eine weitere Frau starb im Krankenhaus, ihr Alter war vorerst nicht bekannt. Die Zahl der an und mit dem Coronavirus gestorbenen Personen ist damit auf zwölf gestiegen.

Im südlichsten Bundesland gab es in den vergangenen vier Tagen keine einzige Neuinfektion, wie Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) erklärte. 307 Personen sind bereits wieder gesund, die Zahl der aktuell erkrankten Menschen liegt bei 77.

 10:43

Studie: Bis 11. Mai 6 Prozent der Franzosen infiziert

Wissenschaftler warnen in Frankreich vor zu weitgehenden Lockerungen nach Ende der Ausgangsbeschränkungen am 11. Mai. In dem Land werden sich ihren Berechnungen zufolge bis dahin 3,7 Millionen mit dem Coronavirus infiziert haben, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Das entspräche 5,7 Prozent der Bevölkerung und sei nicht ausreichend, um eine zweite Pandemie-Welle zu verhindern.

Es müssten etwa 70 Prozent der Bevölkerung immun sein, damit die Epidemie allein durch Immunität kontrolliert werden könnte. "Unsere Ergebnisse deuten daher stark darauf hin, dass ohne einen Impfstoff die Herdenimmunität allein nicht ausreicht, um eine zweite Welle am Ende der Ausgangsbeschränkungen zu vermeiden. Wirksame Kontrollmaßnahmen müssen über den 11. Mai hinaus aufrechterhalten werden", schreiben die Forscher. Das Unsicherheitsintervall der mathematischen Modelle mit Blick auf die Berechnungen für ganz Frankreich liegt zwischen 3,5 und 10,3 Prozent.

 10:43

505 aktuell Erkrankte bei bisher 2.260 Fällen in Wien

Die Zahl der aktuellen Covid-19-Fälle ist in Wien leicht rückläufig. Die Bundeshauptstadt zählte am Dienstag, Stand 8.00 Uhr, 505 Personen, die derzeit an einer Corona-Erkrankung laborieren. Im 24-Stunden-Vergleich sind das um fünf weniger. Insgesamt ist die Summe der bisher bestätigten Fälle von 2.241 auf 2.260 gestiegen - ein Plus von 0,8 Prozent.

Genesen sind inzwischen 1.656 Menschen. Das sind um 21 mehr als Montagfrüh. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle erhöhte sich um drei auf nun 99. Drei Frauen im Alter von 68, 95 und 99 Jahren sind im Krankenhaus verstorben, informierte der medizinische Krisenstab der Stadt Wien per Aussendung.

 10:11

Drei weitere Todesfälle in Wien

Stand Dienstag, 21. April 2020, 08.00 Uhr, sind in Wien 2.260 Erkrankungen bestätigt. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 99. Drei Frauen (68, 95 bzw. 99 Jahre) sind im Krankenhaus verstorben.

1.656 Personen sind gesundet und genesen.

 10:02

Nur mehr 3.411 aktuell Erkrankte

Der positive Trend setzt sich fort. Gestern waren noch 3.694 Menschen erkrankt.

 09:33

Mehr als die Hälfte der Tiroler Gemeinden frei von Corona

Mehr als die Hälfte aller Tiroler Gemeinden ist mit Stand Dienstagvormittag wieder frei von Corona gewesen. Demnach gab es in 142 der insgesamt 279 Tiroler Gemeinden keinen einzigen Fall eines aktuell Erkrankten. In weiteren 60 Gemeinden gab es jeweils nur eine Person, die aktuell mit dem Coronavirus infiziert war. Diese Zahlen gingen aus dem Dashboard des Landes Tirol hervor.

In lediglich zwölf Gemeinden lag die Anzahl der aktuell Infizierten über zehn Personen. Spitzenreiter war nach wie vor die Gemeinde St. Anton am Arlberg mit 100 Infizierten, gefolgt von Ischgl mit 52. An dritter Stelle reihten sich Sölden und die Landeshauptstadt Innsbruck mit jeweils 38 aktuell Infizierten ein.

Von Montagabend bis Dienstagvormittag wurde in Tirol nur eine weitere Person positiv auf das Coronavirus getestet. Damit waren aktuell 645 Personen infiziert, 2.698 Personen waren bereits wieder genesen.

 09:27

Ab 13 Uhr Pressekonferenz der Bundesregierung

Um 13.00 Uhr informieren Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Innenminister Karl Nehammer über Aktuelles zum Coronavirus.

Um 15 Uhr informieren Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Präsidentin der Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte Renate Anderl, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich Karlheinz Kopf, Präsident der Österreichischen Ärztekammer Thomas Szekeres und Vorsitzender des Dachverbandes der Sozialversicherungsträger Peter Lehner zum Thema „Besonderer Schutz für Risikogruppen“.

 09:22

Münchner Oktoberfest wegen Corona-Krise abgesagt

Das Oktoberfest in München ist wegen der Corona-Krise abgesagt worden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Dienstag, er sei mit Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) übereingekommen, dass das Risiko zur Durchführung der Wiesn in diesem Jahr "schlicht und einfach zu groß ist". Gerade bei großen Festen brauche es wegen der großen Ansteckungsgefahr größte Sensibilität.

 08:50

Risikogruppen: Definitionen laut Anschober fertig

Die behördlichen Definitionen der Risikogruppen für eine Covid-19-Erkrankung sind laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) fertig. Ein Wissenschaftlergremium habe die Abgrenzung durchgeführt, sagte er am Dienstag im Ö1-"Morgenjournal". Anschober hofft auf eine Rechtskräftigkeit ab 4. Mai. Am Mittwoch solle der entsprechende Antrag im Nationalrat eingebracht werden.

Auf die Frage, wer zu den Risikogruppen zählt, erwähnte der Minister etwa Menschen mit schweren Gehirn- und Lungenerkrankungen sowie schweren Krebserkrankungen. Die niedergelassenen Ärzte erhielten eine Art Checkliste. Das Attest werde genügen, um im Gespräch mit dem Arbeitgeber entweder einen besonders verstärkten Schutz am Arbeitsplatz, Home-Office oder eine Freistellung zu erreichen. Details könnten noch heute nachmittag in einer Pressekonferenz präsentiert werden.

Auch über eine Lockerung des Besuchsverbots in Altenheimen werde gerade mit den Sozialreferenten der Bundesländer verhandelt, bestätigte Anschober. Konkret gehe es um ein großes Testprogramm in den Einrichtungen sowie um die sichere Gestaltung sozialer Kontakte, etwa in Besucherzimmern. Diesbezüglich werde es eine Empfehlung seitens des Ministeriums geben, bestätigte Anschober das Ergebnis einer Videokonferenz mit den Ländern.

Auch Schulen seien "natürlich ein Teil diese Öffnungsplanes". Ab Mitte Mai werde es auch in diesem Bereich Schritte geben. "Wir werden in den nächsten Tagen den Gesamtplan veröffentlichen", kündigte der Minister an. Zu den Risikogruppen wollen Anschober und die Sozialpartner in einer Pressekonferenz Dienstagnachmittag detailliert informieren.

 08:36

3 weitere Todesfälle in Wien

Die Toten waren 3 Frauen zwischen 99 und 68 Jahren – alle mit Vorerkrankungen.

Die aktuellen Wien-Zahlen:

Summe der Bescheide - 6519

Neue positive Fälle - 19

Insgesamt daher - 2260

Bisher genesene Personen - 1656

Todesfälle - 99

Hospitalisiert:

Normalstation - 127

Intensivstation - 25

Überwachung - 4

Stationär gesamt - 156

 08:28

Mobilität noch "weit entfernt" von Vorkrisen-Niveau

Das Telekomunternehmen A1 und das Grazer Unternehmen Invenium liefern dem Covid-19-Krisenstab der Regierung täglich anonymisierte Analysen über die Bewegungsmuster der Bürger. Der starke Mobilitätsrückgang infolge des Lockdowns ist nun zwar etwas abgeschwächt, von ihrem Vorkrisen-Verkehrsverhalten sind Herr und Frau Österreicher aber "noch weit, weit entfernt", so Mario Mayerthaler von A1 zur APA.

Die Analysen des Spin-offs der Technischen Universität (TU) Graz, Invenium, beruhen auf Information darüber, welche Mobiltelefone sich über die SIM-Karte über den Tag verteilt an welchen Handymasten einwählen. Die Grunddaten bleiben zu jeder Zeit bei A1. Jedes Handy erhält eine für das Tracking automatisch zufällig generierte Nummer zugewiesen, die alle 24 Stunden neu vergeben wird.

Beim Blick auf die Werktage der vergangenen Wochen zeigt sich, dass der Anteil der Österreicher, die pro Tag geschätzt weniger als einen Kilometer zurücklegen von beständigen rund 27 Prozent vor der Coronakrise in der Woche von 23. bis 27. März auf den Höchststand von 56 Prozent anstieg. In der Osterwoche waren dann noch genau 50 und in der vergangenen Woche (14. bis 17. April) noch 47 Prozent dieser Mobilitätsgruppe zuzuordnen, sagte Mayerthaler.

Dazu korrespondierend erhielt die Gruppe derer, die pro Tag zehn Kilometer oder mehr zurücklegen, etwas Zuwachs: Schrumpfte diese in Vorkrisenzeiten üblicherweise um die 38 Prozent zählende Gruppe in der Woche von 23. bis 27. März auf nur 15 Prozent, gab es seither einen stetigen leichten Zuwachs auf vergangene Woche 22 Prozent. Dies ist laut Mayerthaler ein Hinweis darauf, dass größere Einkäufe, Familienbesuche oder Ausflüge auf "moderatem Niveau" wieder im Zunehmen, "die Österreicher aber immer noch wahnsinnig stationär sind".

 05:58

Alpinvereine gehen von "spezieller" Hüttensaison aus

Nach der Lockerung der Coronavirus-Maßnahmen in Österreich sind die großen Alpinvereine zuversichtlich, dass die Hüttensaison im Sommer 2020 trotz SARS-CoV-2 nicht ausfallen wird. "Wir hoffen, dass ein Teil der Hütten Mitte Mai aufsperren kann", meint Regina Hrbek von den Naturfreunden Österreich, die hierzulande 140 Berghütten und Schutzhäuser betreuen.

Dass es Einschränkungen geben wird, die Hüttenpächter und Bergsteiger und Wanderer gleichermaßen treffen werden, ist den Naturfreunden und dem Österreichischen Alpenverein klar. "Das wird eine spezielle Saison", hält Peter Kapelari, Leiter der Abteilung Hütten beim Alpenverein, fest. An besonderen Hygienevorschriften wird kein Weg vorbeiführen, Übernachtungen in Matratzenlagern oder gemeinschaftliches Frühstücken vor dem Aufbruch zu einer Bergtour werden in der gewohnten Form vorerst nicht mehr möglich sind.

 05:58

2.000 Infizierte in Gefängnis in US-Bundesstaat Ohio

In einem Gefängnis im US-Bundesstaat Ohio haben sich fast 2.000 von rund 2.500 Häftlingen mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen sei die Haftanstalt im Ort Marion, wo es bisher 1.950 bestätigte Infektionen und einen Todesfall in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 gegeben habe, teilte die örtliche Justizvollzugsbehörde am Montag (Ortszeit) mit.

In einem weiteren Gefängnis südwestlich der Stadt Columbus seien von rund 2.100 Häftlingen inzwischen knapp 1.200 infiziert. In der Haftanstalt Pickaway gab es demnach sieben Todesfälle - bei sechs der Häftlinge sei der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, hieß es weiter.

In den beiden Gefängnissen würden alle Insassen getestet, weswegen auch manche Menschen, die bis zu dem Zeitpunkt keine Symptome gezeigt hätten, positiv getestet worden seien, hieß es. Die nachweislich infizierten Insassen würden in den Gefängnissen räumlich von den gesunden Häftlingen getrennt, erklärte die Behörde weiter.