Wut auf Mückstein

Aufstand der Wirte und Hoteliers

KW
Wolfgang Mückstein
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Regelchaos: Die Tourismusindustrie steht mit dem Rücken zur Wand.
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»Ständig neue Verordnungen bringen das Urlaubsland Österreich um«, klagen sie. Wien. Die neuen und teils chaotischen Verschärfungen der Corona-Regeln stoßen bei der Gastronomie und beim Tourismus auf massives Unverständnis, selbst der Rücktritt von Minister Mückstein wird schon gefordert: „Der Schaden ist enorm und er ist auch schon eingetreten“,tobt Walter Veit, Vizepräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung. Vor allem die Vorverlegung der Sperrstunde am Silvesterabend auf 22 Uhr brachte das Fass zum Überlaufen: „Ein Desaster“, schimpft Wirte Sprecher Mario Pulker: „Ständig neue, widersprüchliche Verordnungen. Die Vorgaben sind eine reine Sauerei, ein totaler Wahnsinn. Der Minister muss sofort gehen, so kann man nicht agieren“.


Planungschaos. Die gesamte Branche fürchtet massive Umsatzeinbußen. Susanne Kraus-Winkler, WKO-Chefin der Sparte Hotellerie, rechnet bereits jetzt mit einem Tourismus-Minus zwischen 30 und 50 Prozent: „Das hängt letztlich davon ab, wie sie die Lage Omikron weiter entwicklen wird“. (Interview siehe unten)

Hotelier: »Ausdruck von Unfähigkeit & Ignoranz«

Stornos. Die Stornowelle sei bereits im Rollen, da für den Tourismus wichtige Herkunftsländer wie Großbritannien, Niederlande oder Norwegen zu Omikron-Variantengebieten erklärt wurden. Aus Variantenstaaten kann man nur mit drittem Stich ohne Quarantäne einreisen. Neben den Vertretern der Wirtschaftskammer hat auch ÖVP-Tourismussprecher und Seilbahnen-Vertreter Franz Hörl scharfe Kritik am Vorgehen der Regierung geübt Die „Schlangenlinien“ des Ministers würden „Schäden“ verursachen, so Hörl: „Ob aus Unwissenheit, aus Wirtschaftsfeindlichkeit oder aus Ignoranz ist sekundär. Was bleibt, ist ein Desaster“, so Hörl. Mücksteins Chaos-Verordnungen sind ein unerträglicher Ausdruck von Unfähigkeit und Ignoranz“, so der Zillertaler Hotelier.

Susanne Kraus-Winkler, Sprecherin der Hotellerie, über das Regelchaos.


ÖSTERREICH: Was macht sie so wütend?

Kraus-Winkler: Das Chaos-Management des Ministers, das ist einfach nicht akzeptabel. Man kann sich nicht einmal zwei Tage lang auf eine neue Verordnung verlassen, dann kommt schon die nächste. Über die technische Umsetzung von Verordnungen spricht ohnehin niemand mehr. So geht das nicht.

ÖSTERREICH: Wie sieht derzeit die Buchungslage aus?

Kraus-Winkler: Zahlen gibt‘s noch keine, da sich die Verordnungen täglich ändern. Es gibt schon jetzt viele Stornos, vorallem die Märkte in Großbritannien, Niederlande, Dänemark und Norwegen sind weggebrochen. Manche Regionen werden ein Minus zwischen 30 und 50 Prozent haben. Dort wo deutsche Urlauber sind, gab‘s schon Absagen, aber nicht so heftig.

ÖSTERREICH: Was erwarten Sie vom Minister?“

Kraus-Winkler: Die Branche kocht. So kann es nicht weitergehen. Wir und die Gäste müssen uns auf alle Verordnungen verlassen könen“.

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