Frühwarnsystem + Viren-Check im Abwasser

Der Plan für die Schulöffnung

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Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) sagt an, wie der Schulstart klappen soll.
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Wien. In fünf Wochen geht wieder die Schule los, es ist das dritte Corona-Schuljahr. Bildungsminister Heinz Faßmann verkündet heute die Regeln. Es ist ein 4-Punkte-Plan.

Frühwarnsystem in den Kläranlagen

➔ Corona-Infektionen. Die Corona-Fälle in einer bestimmten Region zeigen sich zum einen beim Testen. Dank Abwasseranalyse erreicht man auch die Menschen, die sich nicht testen lassen. Das Abwasser wird wöchentlich untersucht, die Werte werden den Gesundheitsbehörden gemeldet. Steigt die Virenlast in der Region, will der Bildungsminister Sicherheitsmaßnahmen verordnen. Abwasseranalysten werden helfen, die Risikolage genau im Blick zu haben und frühzeitig reagieren zu können. In Kooperation mit der TU Wien und der Uni Innsbruck werden diese bei 116 Kläranlagen im ganzen Land laufend durchgeführt Bei erhöhter Risikolage werden die Schulen und die elementarpädagogischen Einrichtungen der Gemeinde oder Region frühzeitig gewarnt und können regional reagieren (Tests, Masken), bevor sich die Infektionen ausbreiten.

➔ Regelmäßige Tests. Den zweiten Pfeiler des Frühwarnsystems bilden regelmäßige PCR-Tests an rund 300 Schulen. Die Gurgelstudie wird fortgesetzt, die Ergebnisse aber deutlich schneller geliefert. Zeigen diese ein ansteigendes Risiko, werden Einzeltestungen mit allen Schülerinnen und Schülern durchgeführt.

PCR- und Antigentests an allen Schulen

PCR-Tests für alle. Ab Herbst werden die Schülerinnen und Schüler flächendeckend an allen Schulstandorten PCR-Tests durchführen, heißt es aus dem Bildungsministerium. Die Tests an den Schulen finden dreimal in der Woche statt, mindestens einer der Tests ist ein PCR-Test. Die Schülerinnen und Schüler führen die PCR-Tests in der Klasse durch. Die Lösung wird im Mund gespült (nicht gegurgelt), um eine Aerosolbildung zu vermeiden. Das Motto: „Alles spült“.

Ninjapass bleibt. Wie bisher werden die Tests im Ninjapass vermerkt, der den Zutritt zum Sportverein, Restaurant, Frisör etc. in der Freizeit ermöglicht.

Impfbusse und Privilegien für geimpfte Schüler

 Impfbusse. Es ist bereits ein Ritual: Der Bildungsminister bittet Eltern, Lehrer und Schüler, sich impfen zu lassen. ­Einen Impfzwang nur für Lehrer will er nicht. Um die Impfung niederschwellig anzubieten, werden Impfbusse die Schulstandorte anfahren. Die Aktion startet in einigen Bundesländern mit rund 30 Impfbussen bereits während der Sommerschule in den letzten beiden Ferienwochen.

Keine Test-Pflicht für Geimpfte. Faßmann will Jugendlichen „Privilegien“ geben, wenn sie sich impfen lassen. Geimpfte Schülerinnen und Schüler sind nach der Sicherheitsphase in den ersten beiden Schulwochen (siehe unten) von der Testpflicht befreit. Auf freiwilliger Basis ist die Teilnahme an den Testungen weiterhin möglich.

Luftfilter

Luftreinigungsgeräte. Wo Lüften nicht oder nur sehr schwer möglich ist, werden Luftreinigungsgeräte eingesetzt. Der Bund subventioniert die Anschaffung dieser Geräte durch die Schulerhalter. Dafür stehen bis zu 10 Millionen Euro zur Verfügung.

Neue Schulbauten erhalten mechanische Zu- und Abluftsysteme für jede Klasse, um die Luftqualität in den Klassenräumen zu verbessern.

Sicherheitsphase in den ersten beiden Wochen

➔ Drei Tests die Woche. Direkt nach dem Schulstart sollen sich Lehrer und Schüler drei Mal die Woche testen (egal, ob geimpft oder nicht).
So will Faßmann in­fizierte Reiserückkehrer erkennen. Zusätzlich werden Luftfilter in Klassen installiert, die nicht gelüftet werden können, und es soll mehr auf PCR-Tests gesetzt werden.

Maske zum Schulstart. In dieser Sicherheitsphase tragen auch alle außerhalb der Klassenräume eine Maske. Ungeimpfte Lehrkräfte tragen die Maske auch im Klassenraum. Grundsätzlich soll es danach in den Klassen keine Maskenpflicht mehr für Schüler geben. Außer die Corona-Werte in der jeweiligen Region machen das nötig.

A. Brüstle

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