Insider-Interview
Dogudan: "Buchung für Events ging sofort los"
Insider: Wie sehen Sie die angekündigte Öffnung ab 19. Mai?
Attila dogudan: Es ist ein richtiger Schritt. Die Menschen wollen endlich wieder essen gehen. Natürlich müssen wir weiter vorsichtig sein, die Pandemie ist noch nicht vorbei. Aber ich sage immer wieder: Wir müssen damit leben lernen. Dass die Öffnungen gut funktionieren, hängt davon ab, wie diszipliniert die Menschen sind.
Insider: Sie sperren Ihre Lokale am 19. Mai jedenfalls auf?
Dogudan: Ich sperre alles auf, wo ich den Schlüssel finde. Bei uns geht bereits jetzt das internationale Geschäft wieder los. Wir haben ab nächster Woche in Madrid das erste Tennisturnier, mit 2.000 Gästen pro Tag. Und es kommen das Champions-League-Finale, die Fußball-Europameisterschaft. In den USA haben wir in Detroit für Delta mit der Bordverpflegung begonnen, sind bereits bei 300 von geplanten 400 Flügen pro Tag.
Insider: Zurück nach Wien: Buchen die Gäste bereits Tische ab 19. Mai bei Ihnen?
Dogudan: Ja, die Restaurants werden voll sein. Sofort nach der Ankündigung des Lockdown-Endes für den 19. Mai sind bei uns auch die Buchungen für Events im Sommer und Herbst losgegangen. Die Menschen waren bis dahin unsicher, wie es weitergeht – jetzt wird wieder geplant.
Insider: Es ist also Land in Sicht in Ihrem Business?
Dogudan: Ja, es ist viel Land in Sicht. Ich bin zuversichtlich. Und wir haben auch in den letzten Monaten viel auf die Beine gestellt – der Kaiserschmarren to go vom Demel etwa ist nach wie vor beliebt, wir verkaufen rund 2.000 Portionen am Tag. Und das nicht an Touristen, die sind ja nicht da. Der Demel ist wieder bei den Wienern angekommen. Jede Krise hat ihre Chancen – wir haben jetzt unser Portfolio für die Wiener aufpoliert.
Insider: Was ist das Wichtigste für die nächste Zeit?
Dogudan: Dass wir uns alle so vorsichtig und diszipliniert verhalten, dass wir nicht noch einmal zusperren müssen. Bei uns machen alle Mitarbeiter zwei Mal wöchentlich einen PCR-Test. Wenn die Gäste auch mit einem Nachweis kommen, ist es in der Gastronomie wirklich sicher.
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