Alarm in Arbeiterbezirken
Favoriten ist Wiens Corona-Hotspot
Eigentlich ist Wien bei den Corona-Zahlen auf einem guten Weg -von weit jenseits der 300er- Marke bei der Sieben-Tage-Inzidenz sank der Wert am Wochenende kontinuierlich in Richtung der 200er-Marke.
Am Sonntag um 11 Uhr waren aber noch immer 145 Intensivbetten belegt - zwar um drei weniger als am Vortag, aber weiterhin ein kritischer Wert, bei den Normalbetten stieg trotz des Lockdowns die Zahl der belegten Normalbetten um 12 auf 345 an.
Große Unterschiede. Eine Auswertung der Sieben-Tage-Inzidenz nach Bezirken, die vom Freitag stammt, zeigt aber, dass auch in Wien die Grätzel extreme Unterschiede aufweisen, auch wenn die Stadt wegen der hohen Mobilität dabei bleibt, die einzelnen Zahlen der Bezirke offiziell nicht auszuweisen.
Favoriten extrem hoch. Der einwohnerstärkste Bezirk ist gleichzeitig das größte Problem: In Favoriten, wo die Wohnverhältnisse traditionell sehr eng sind, viele Menschen mit Migrationshintergrund ihre Freizeit in den knallvollen Parks verbringen, ist die Sieben-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner) bei über 300.
Auch in Floridsdorf, Donaustadt, Simmering und Co. liegt man über der kritischen 200er-Marke. Vergleichsweise sehr gut, mit Werten unter 150, liegen dagegen die "reicheren" Bezirke wie Döbling, Währing, Hietzing, die Innenstadt, Mariahilf und Neubau.
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