Ministerin im Interview:

Köstinger: "Bin sehr verwundert!"

Köstinger: "Bin sehr verwundert!"
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Tourismusministerin Köstinger kann Kritik nicht nachvollziehen.
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ÖSTERREICH: Gesundheits­minister Wolfgang Mückstein hat sich über Kanzler Sebastian Kurz beschwert, weil dieser am Freitag bereits weitere Öffnungen angekündigt hat. Was sagen Sie dazu?

Elisabeth Köstinger: Ich bin ehrlich gesagt etwas verwundert über die Aussagen des Gesundheitsministers, denn es war auch vereinbart, dass wir nach den Öffnungen über weitere Lockerungen nachdenken. Der Impffortschritt in Österreich ist enorm, die Intensivbelegungen sinken. Vereinsleben, Kunst, Kultur und Sport sind weiterhin sehr eingeschränkt, deshalb sind weitere Lockerungen wichtig.

ÖSTERREICH: Minister Mückstein sagt, die unkonkreten Ankündigungen würden die Bevölkerung verunsichern. Hat er recht?

Köstinger: Ich glaube, dass sich die österreichische Bevölkerung sehr gut an die Maßnahmen hält, das haben wir in den ersten Tagen der Öffnungen gesehen. Das funktioniert sehr gut. Wir werden nächsten Freitag in der Regierung mit den Landeshauptleuten über weitere Öffnungen beraten.

ÖSTERREICH: Minister Mückstein sagt, mit ihm gibt es keine Luftschlösser. Eine sehr deutliche Kritik, nicht wahr?

Köstinger: Ich bin sehr verwundert über die Aussagen des Gesundheitsministers, denn natürlich sitzt er bei allen Besprechungen auch am Tisch und ist dabei. Wichtig ist, die Grund- und Freiheitsrechte zurückzugeben. Wir sind heute bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50, die Bundesländer leisten beim Impffortschritt Großartiges. Wir impfen 100.000 Menschen pro Tag.

ÖSTERREICH: Hätte Mückstein besser geschwiegen?

Köstinger: Ich glaube, dass es wichtig ist, sich als Bundesregierung immer Gedanken zu machen, was weiter passiert. Der Gesundheitsminister ist immer eingebunden. Wir haben schon vor einem Monat gesagt, dass es weitere Öffnungen geben wird. Die Lage entwickelt sich gut, da muss man darüber nachdenken, Freiheitsrechte zurückzugeben.

ÖSTERREICH: Ist der Gesundheitsminister da zu zögerlich?

Köstinger: Das ist keine Diskussion, die man öffentlich führen sollte. Wir sind in einer Pandemie gut durch die dritte Welle gekommen und wollen jetzt Grund- und Freiheitsrechte zurückgeben.

(bra)

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