Kanzler Kurz im ÖSTERREICH-Interview

Kurz: 'Die Impfung ist der Schlüssel zur Normalität'

Kurz: "Die Impfung ist der Schlüssel zur Normalität"
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Kanzler Kurz über die Öffnungen mit strengen Vorschriften und Impfen für alle.
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ÖSTERREICH: Die Impfquoten gehen jetzt endlich wirklich nach oben. Aber werden sie für die großen Öffnungen am 19. Mai ausreichen?

Sebastian Kurz: Ich bin sehr zuversichtlich, was die anstehenden österreichweiten Öffnungen angeht. Wir haben die ­dritte Welle im Großen und Ganzen sehr gut gemeistert. Die Situation ­entspannt sich von Tag zu Tag, dazu trägt auch der Impfturbo der letzten ­Wochen wesentlich bei. Dadurch werden die Öffnungen mit 19. Mai möglich, natürlich mit Eintrittstests und strengen Vorschriften.

ÖSTERREICH: Niederösterreich und Vorarlberg ­haben die Impftermine jetzt für alle geöffnet. Sollten das alle Bundesländer jetzt ­machen?

Kurz: Es war richtig, zuerst ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, also jene mit ­einem höheren Risiko, zu impfen. Das Entscheidende ist, dass wir unser Ziel erreichen, bis Ende Juni ­jedem, der eine Impfung will, auch eine anzubieten. Das werden wir auch schaffen. Ich finde es daher positiv, dass Niederösterreich und Vorarlberg nun auch allen Impfwilligen Termine anbieten.

ÖSTERREICH: Wie wollen Sie Impfskeptiker noch überzeugen?

Kurz: Ich bin davon überzeugt, dass die Impfbereitschaft weiter steigt, je mehr Menschen bereits geimpft sind. Wir werden auch die Öffentlichkeit möglichst breitflächig darüber informieren. Denn die Impfung ist der Schlüssel zur Rückkehr zu unserer gewohnten Normalität.

ÖSTERREICH: Sie waren beim EU-Gipfel in Porto. Die USA wollen die Impf-­Patente aufheben. Die Mehrheit der EU-Staaten scheint skeptisch. Wie sehen Sie das?

Kurz: Das Wichtigste ist, dass wir weltweit so viele Menschenleben wie möglich retten. Dafür müssen wir weltweit ausreichend Kapazitäten schaffen für die Produktion von Impfstoff. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wir eine Einigung erzielen konnten über den Kauf von 1,8 Mrd. Impfdosen von Biontech- Pfizer für die EU für 2022 und 2023. Für Österreich sind das rund 18 Millionen Impf­dosen pro Jahr. Das ermöglicht es uns, auch in den kommenden Jahren jeden zu impfen, was nämlich ­nötig sein wird. Wir unterstützen auch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dabei, Gespräche über Patente zu führen, wenn es ­einen konkreten Vorschlag gibt.

(I. Daniel )

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