Nur mit Covid-Test
Lockdown: Kampf um die Gastro-Öffnung
Wien. Am Montag werden Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober mit Experten und dann mit den Landeshauptleuten die nächsten Schritte beraten.
Die möglichen Szenarien
Seit Tagen wird von einem Comeback der Gastronomie ab dem 15. März gesprochen (ÖSTERREICH berichtete). Diese halten manche Experten wie Infektiologe Florian Thalhammer für realistisch, wenn ein Coronatest vorgelegt wird, der nicht älter ist als 24 Stunden. Auch Kanzler Kurz sagte: „Alle (Gastronomen) haben sich für Eintrittstests ausgesprochen, um so vielleicht mehr Freiheit möglich zu machen.“
Lockerung für fast Alle
Heute startet eine Initiative der Wirtschaftskammer, mit der sie den Druck auf die Politik erhöht. Ziel: Das Aufsperren von noch mehr Branchen. Heute ab 9.00 Uhr stellen Unternehmer aus allen Bereichen ihre Sicherheitskonzepte vor.
Regionale Verschärfungen
Viele Experten sehen aufgrund der Ansteckungs-Zahlen (exponentielles Wachstum vor allem wegen der Mutationen) eher wenig Spielraum für eine Öffnung. Gesundheitsminister Anschober sieht eine Möglichkeit in „verschärften Maßnahmen in bestimmten Bereichen“. Er sei ein Freund von Regionalisierungen. Das wäre ein System wie in Italien: Bezirke mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von z. B. über 200 (derzeit 139,1 für ganz Österreich) müssten in den Lockdown. In anderen Bezirken könnte es Öffnungen geben.
Eine weitere Verschärfung ist laut Anschober nicht vom Tisch, „wenn sich unkontrollierte Zuwächse für die nächsten Wochen zeigen würden“.
Das Ende der Fastenzeit mit einem Bier in einem Gastgarten zu begießen bleibt laut Gesundheitsminister ein „Wunschtraum“.
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