Regionale Maßnahmen
So wird Österreich jetzt dreigeteilt
Heute wird sich die Regierung zuerst mit Experten beraten, die ja alle für Verschärfungen eintreten – danach mit der Opposition und den Landeshauptleuten. Um 18 Uhr werden Kanzler Sebastian Kurz sowie Gesundheitsminister Rudi Anschober wieder vor die Kameras treten.
Laut ÖSTERREICH-Infos wird das Land nach den Infektionszahlen de facto dreigeteilt:
- Vorarlberg: Bei einer 7-Tage-Inzidenz von 61 bleibt es bei der geöffneten Gastro.
- Hoffnungsgruppe sind Länder mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 200. Kärnten und die Steiermark sind fix dabei, Oberösterreich und Tirol kratzen an der Grenze. Sie können auf Öffnungen der Schanigärten ab 27. März hoffen.
- Kritisch ist die Lage in Wien, Salzburg, Niederösterreich und dem Burgenland, die klar über 200 liegen. Wien nähert sich sogar der 400er-Zone, ab der ja zuletzt sogar abgeriegelt wurde. Anschober am Sonntag: „Die Situation in vielen Intensivstationen wird dramatisch, wenn nicht rasch effektive Gegenmaßnahmen gesetzt werden Wir müssen den Mut haben, in einzelnen, besonders stark betroffenen Regionen die Notbremse zu ziehen.“
Wien wird Hotspot und überholt Salzburg
Die 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner kletterte österreichweit auf 231,3. Sieht man sich die Bundesländer an, so hat Wien mit einer Inzidenz von bereits 314 Salzburg vom ersten Platz verdrängt, dahinter kommen das Burgenland und Niederösterreich.
Am Sonntag gab es zudem vier Bezirke, in denen die 7-Tage-Inzidenz über der kritischen Marke von 400 liegt, allen voran Eisenstadt und Wiener Neustadt.
Die Mutation B.1.1.7 ist schuld an den steigenden Zahlen. Sie ist laut Experten deutlich infektiöser, und auch das Sterberisiko ist signifikant höher – im Durchschnitt um etwa 60 Prozent. Dies gehe auch mit schwereren Verläufen bei Personen einher, die bisher nicht zu den Risikogruppen gezählt wurden.
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