"Sind kein Konkurrent"

Facebook reicht Mobilfunkern die Hand

Facebook reicht Mobilfunkern die Hand
© APA/AFP/LOIC VENANCE
Soziales Netzwerk will den Aufbau von schnellem Internet unterstützen.
OE24 auf Google bevorzugen

Facebook richtet seine Bemühungen, mehr Menschen online zu bringen, noch stärker auf Kooperationen mit der Mobilfunk-Branche bei Netz-Infrastruktur aus. Schnelles Internet in noch unerschlossene Gegenden zu bringen, sei ein komplexes Problem, betonte Facebook-Manager Dan Rabinovitsj auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Mobilfunk-Anbieter seien damit in den vergangenen Jahren schlecht vorangekommen, weil die Rechnung nicht aufgehe - man könne die Investitionen ins Netz nicht wieder einspielen, weil die Menschen zu wenig Geld für Telekommunikation zur Verfügung hätten.

>>>Nachlesen: 15. Geburtstag: Facebook-Boom trotz Skandalen

Mehrere Möglichkeiten

Eine der Erfahrungen der vergangenen Jahre sei, dass man das Problem mit einer Fülle von Ansätzen und Produkten angehen müsse. Das seien zum Beispiel Netzwerk-Software, Technologie für kleine WLAN-Hotspots sowie Übertragungstechnik für lizenzfreies Frequenzspektrum. Facebook hatte die Absicht, Milliarden Menschen online zu bringen, die heute keinen Zugang zum Internet haben, schon vor mehreren Jahren angekündigt. Gründer und Chef Mark Zuckerberg kam wiederholt nach Barcelona, um mit Top-Managern der Mobilfunk-Industrie zu sprechen.

>>>Nachlesen: 2. Facebook-Versuch bei Gratis-Internet

Keine Satelliten und Drohnen

Ursprünglich setzte Facebook stark auf die Versorgung entlegener Gebiete über Signale von Satelliten, die von großen Drohnen verstärkt werden sollten. Doch dieser Plan wurde inzwischen fallengelassen und die Entwicklung der hauseigenen Drohne "Aquila" eingestellt. "An einem gewissen Punkt kann man denken, dass man eine Art Wundermittel finden könnte, das alle ökonomischen Probleme aushebelt. Und ich denke, eine der Erfahrungen ist, es gibt diese eine Sache nicht", sagte Rabinovitsj.

>>>Nachlesen: Facebook pfeift auf seine Internet-Drohne

Facebook will kein Konkurrent sein

Die Mobilfunk-Branche verstehe, dass Facebook kein Konkurrent, sondern ein Partner sei, zeigte sich der Manager des Online-Netzwerks überzeugt. "Auch für uns ist notwendig, dass die Netzbetreiber profitabel sind und wachsen." Eine Sache, die Facebook beitragen könne, sei Geld für Forschungsinvestitionen. Zugleich machte er deutlich, dass Facebook wirtschaftlich daran interessiert sei, dass es mehr Internet-Nutzer gibt. "Für uns gibt es strategische geschäftliche Gründe, mehr Menschen online zu bringen." Davon profitierten dann aber auch andere Unternehmen.

>>>Nachlesen: Das sind die besten neuen Top-Smartphones

Die Top-Smartphones vom MWC 2019


1 / 15

Faltbares Huawei Mate X im Check

Huawei Mate XDas am Sonntag in Barcelona von Huawei-Chef Richard Yu vorgestellte faltbare Mate X dürfte mit knapp 2.300 Euro das bisher teuerste Smartphone werden. Das High-Tech-Wunder hat aber auch einiges auf dem Kasten. Zusammengeklappt beträgt die Diagonale 6 Zoll mit 2.480 x 892 Px oder 6,6 Zoll mit 2.480 x 1.1148 Px. Im aufgeklappten Zustand kommt es sogar auf eine Diagonale von 8 Zoll (2.480 x 2.200 Pixel). Eine störende Notch gibt es beim faltbaren OLED-Fullview-Display nicht.

© APA/AFP/JOSEP LAGO

Faltbares Huawei Mate X im Check

Huawei Mate XBeim Mate X sind im zusammengeklappten Modus die beiden äußeren Flächen (Vorder- und Rückseite) jeweils ein Bildschirm, der sich auf Tablet-Größe aufklappen lässt. Als Prozessor kommt der aus dem Mate 20 Pro bekannte Kirin 980 zum Einsatz. Darüber hinaus gibt es 8 GB RAM. Und der üppige Speicher von 512 GB kann via Nanomemory-Card erweitert werden. Ein weiteres Highlight ist die aus zwei Akkus bestehende 4.500 mAh Batterie. 5G-Unterstützung und eine Kamera mit vier Linsen runden die Ausstattung ab.

© APA/AFP/JOSEP LAGO

Faltbares Huawei Mate X im Check

Samsung Galaxy FoldDas vor einigen Tagen vorgestellte Galaxy Fold von Samsung ist technisch nicht ganz so gefinkelt, kostet dafür aber "nur" 2.000 Euro. Es bietet ein 4,6 Zoll und ein auffaltberes 7 Zoll Display und soll ab der ersten Maiwoche in Europa im Handel sein. In Barcelona konzentriert sich der Weltmarktführer aber auf seine...

© Samsung

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden