Neuheiten-Feuerwerk auf der I/O
Google trumpft mit Assistant, Andriod 10 & Pixel 3a auf
Google hat zum Auftakt seiner jährlichen Entwickler-Konferenz das erwartete Neuheiten-Feuerwerk gezündet (siehe auch unseren Live-Ticker auf Seite 2). Firmen-Chef Sundar Pichai und weitere Google-Manager stellten im Rahmen der Keynote zur I/O 2019 (7. bis 9. Mai) eine ganze Reihe an Neuerungen vor. Neben neuer bzw. verbesserter Software gab es dieses Mal auch Hardware-Produkte: ein neues Einstiegs-Smartphone und eine Steuerzentrale für Smart Homes.
Assistant als Star
Los ging es aber mit den Software-Neuheiten. Und dabei stahl der Google Assistant dem neuen Android 10 „Q“ etwas die Show. Google ist nämlich ein bahnbrechender Durchbruch bei der Entwicklung seines Sprachassistenten gelungen: Der Assistent kann jetzt lokal auf dem Smartphone laufen, statt zur Spracherkennung Aufnahmen ins Netz zu schicken. Das werde die Software bis zu zehn Mal schneller machen, sagte Pichai im Rahmen der Keynote. Um die neue lokale Funktionsweise umzusetzen, sei die nötige Softwarebasis von 100 Gigabyte auf 500 Megabyte geschrumpft worden, erklärte Google-Chef weiter. In einer Demonstration auf der Bühne reagierte die Assistenzsoftware extrem schnell auf alle Sprachbefehle: "Mach ein Selfie, Schalte das Licht ein, zeig mir den Wetterbericht, etc.". Alle Befehle wurden ohne erkennbare Wartezeit ausgeführt. Die neue Funktion werde im Herbst 2019 zunächst auf den hauseigenen "Pixel"-Smartphones eingeführt, fügte der zuständige Manager Scott Huffman hinzu.
Der neue Google Assistant kann auch komplexe Zusammenhänge erkennen. Beim Diktieren einer E-Mail kann man mit der Software wie mit einem Freund sprechen. Die jeweiligen Passagen werden dann automatisch so angepasst, dass die Mail so geschrieben wird, dass der Empfänger gar nicht erkennt, dass sie von einem Programm vollendet wurde. Der Sprachassistent wird sich auch stärker an den jeweiligen Nutzer anpassen. Wenn man einfach fragt: "Wie lange brauche ich nachhause?", wird angezeigt, wie lange die Heimfahrt dauert, ohne dass man dafür eine Adresse ansagen müsste. Sagt man dem Assistenten: "Erinnere mich eine Woche vor dem Geburtstag meiner Mutter, ihr Blumen zu schicken", dann wird das gemacht, ohne dass man weitere Angaben machen muss.Insgesamt arbeite die Software zum maschinellen Lernen bei Google verstärkt direkt auf den Geräten der Nutzer, statt Rohdaten dafür auf Server des Konzerns zu schicken.
Android 10 „Q“
Als es mit Android weiter ging, wurde zunächst einmal eine beeindruckende Zahl genannt: Derzeit sind 2,5 Milliarden (!) Android-Geräte in Umlauf. Viele von ihnen sollen bald mit Android 10 Q laufen. Eine der großen Neuerungen des Smartphone-Betriebssystems wird zunächst nur wenigen Nutzern etwas bringen: die Unterstützung faltbarer Smartphones. Für die neuen Geräte, deren Displays sich auf Tablet-Größe auffalten lassen, bekommen die App-Entwickler mit Android Q zusätzliche Software-Werkzeuge in die Hand. Dabei geht es vor allem darum, eine Anwendung beim Wechsel der Bildschirmgröße oder von Display zu Display weiterlaufen zu lassen. Die Smartphone-Hersteller mache es Google dabei nicht gerade leicht. Sie setzen nämlich auf zwei unterschiedliche Konzepte. So hat das Samsung Galaxy Fold, dessen Markteinführung kürzlich verschoben werden musste, zwei Bildschirme: Der eine lässt sich wie ein Buch zu Tablet-Größe auffalten und ist in zusammengeklappten Zustand nicht sichtbar, während dann ein weiteres kleines Display auf der Außenseite die Smartphone-Funktionen übernimmt. Beim Huawei Mate X bleibt der Bildschirm beim Zusammenfalten auf der Außenseite und kann abwechselnd von beiden Seiten auf halber Größe genutzt werden. Android 10 kommt mit beiden Varianten klar.
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Android 10 ist auch bereits für den neuen Mobilfunkstandard 5G gerüstet. Dank ihm ist es erst möglich, dass künftig Live-Chats in Echtzeit übersetzt werden. Darüber hinaus verfügt das Betriebssystem künftig in allen Apps über die praktische Funktion "Smart Reply", die automatisch Kurzantworten in Chats vorschlägt bzw. ausführt. Und auch der bereits angekündigte systemweite Dark Mode wurde noch einmal bestätigt. Dieser Dunkle Modus, der Augen und Akku gleichermaßen schont, ist ganz einfach über das Schnellwahlmenü aktivierbar, das man öffnet, in dem man am Display vom oberen Rand nach unten wischt. Dort findet man etwa auch Schnelleinstellungen für den Flugmodus, das Stummschalten, WLAN, Bluetooth, etc.
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Auch beim Datenschutz gibt es Verbesserungen. So können die Android-Q-Nutzer festlegen, dass eine App nur auf ihren Aufenthaltsort zugreifen kann, wenn sie genutzt wird. Bisher galt die erteilte Genehmigung beim Google Betriebssystem ohne Einschränkungen, so dass Apps grundsätzlich auch auf die GPS-Daten zugreifen konnten, wenn sie im Hintergrund aktiv waren. In diesem Punkt zieht Google endlich mit iOS gleich - bei den iPhones von Apple ist diese Beschränkung schon lange gang und gäbe. Zu den weiteren Neuerungen von Android Q gehört auch ein direkter Zugang für Apps zu Tiefenschärfe-Einstellungen der Kamera. Das soll unter anderem für noch bessere Ergebnisse beim Bokeh-Effekt führen. Immer mehr Smartphones verfügen mittlerweile über drei oder mehr Objektive. Mit der neuen Funktion reagiert Google nun auf diesen Trend und gibt den Nutzern weitere Möglichkeiten für kreative Aufnahmen in die Hand.
Immer mehr Smartphone-Nutzer klagen darüber, dass sie zuviel Zeit mit dem Gerät verbringen. Deshalb bekommt Android 10 einen "Focus Mode". Ist dieser aktiviert, ist der Funktionsumfang stark eingeschränkt. Man kann etwa einstellen, dass man im Focus-Modus nur über eingehende Anrufe und E-Mails benachrichtigt wird. Alles andere bleibt außen vor.
Weitere Software-Neuheiten
Die weiteren Software-Neuerungen stehen alle in Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Bei der Suchfunktion gibt es ebenfalls eine praktische Neuerung. So wird die Smartphone-Kamera in die Google-Suche integriert. Damit kann man dann direkt aus den Suchergebnisse 3D-Animationen erstellen und diese per Augmented Reality aus der Suche herauslösen und direkt vor sich platzieren. Bei der Demo wurde ein Beispiel mit einem animierten Hai gezeigt.
Auch die KI-Kamera Google Lens wurde verbessert. Wenn man die Smartphone-Kamera beispielsweise über ein Rezept in einem Kochbuch hält, erwacht dieses quasi zum Leben. Es wird automatisch angezeigt, wie man das Gericht zubereitet. Google Lens kann künftig auch Texte per Sprachausgabe übersetzen. Man muss das Smartphone nur vor den gewünschten Abschnitt halten und die eigene Sprache einstellen. Dann wird der Text nicht nur am Display in der eigenen Sprache angezeigt sondern auf Wunsch auch vorgelesen. Bei der Demo funktionierte das schon fast gespenstisch gut. Auch für Restaurantbesucher bietet Lens eine praktische Neuheit. Hält man das Smartphone über die Speisekarte, wird automatisch das beliebteste Gericht hervorgehoben. Ist man damit einverstanden, werden auch gleich noch Fotos von dem Essen angezeigt. Und abschließend zeigt Google Lens auch noch die Rechnung (inklusive passendem Trinkgeld) an.
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Die Google-Tastatur wurde ebenfalls verbessert. Sie soll noch bessere Textvorschläge erstellen, weniger Autokorrekturfehler machen und sich besser auf den jeweiligen Nutzer einstellen. Auch wenn es um Emojis, Gifs & Co. geht. Hier spielt KI natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle.
Die neue Funktion "Live Captions" ermöglicht eine Live-Übersetzung von Video-Chats. Wenn sich etwa ein Spanier und ein Österreicher in einem Video-Chat in ihrer Mutterprache unterhalten, kann jeder ganz normal sprechen. Der Spanier hört das Deutsche in Spanisch, der Österreicher das Spanische in Deutsch - und das in Echtzeit!
Datenschutz
Pichai betonte auch, dass Google den Nutzern bessere Möglichkeiten zur Kontrolle über ihre Privatsphäre geben wolle. So solle die automatische Löschung älterer von Google gesammelter Nutzer-Informationen mit der Zeit auf mehr Datenkategorien ausgeweitet werden. Zunächst lässt Google Daten zur Web- und App-Nutzung mit einem Verfallsdatum von drei oder 18 Monaten versehen. In Zukunft bekommt auch Google Maps einen Inkognito Modus. Beim Chrome-Browser und bei YouTube gibt es diesen bereits. Künftig kann man also auch unentdeckt nach Orten suchen oder die Navigation nutzen. Außerdem können Android-Smartphones (ab Version 7) künftig als Schlüsselgenerator für die Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt werden.
Pixel 3a (XL)
Wie im Vorfeld erwartet, bringt Google auch ein neues Einstiegs-Smartphone in zwei Größen an den Start. Das Pixel 3a (XL) kostet 399 bzw. 479 Dollar (399 bzw. 479 Euro) und soll Flaggschiff-Ausstattung bieten. Zu den Highlights zählt die Top-Kamera des normalen Pixel 3 (XL). Dieses zählt nach wie vor zu den besten Kamera-Handys. Es verfügt zwar nur über eine 12,2 MP Linse, dafür aber über eine ausgeklügelte Kamera-Software und über die wohl derzeit fortschrittlichste Künstliche Intelligenz. Vorne ist eine 8 MP Kamera an Bord.
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Der OLED-Touchscreen ist 5,6 bzw. 6,0 Zoll groß und bietet eine Auflösung von 2.220 x 1.080 Pixel. Als Antrieb kommen ein Snapdragon 670 und 4 GB RAM zum Einsatz. Der interne Speicher von 64 GB lässt sich leider nicht erweitern. Darüber hinaus ist Google noch auf Bluetooth 5.0, den separaten 3,5-mm-Kopfhöreranschluss, die Akkulaufzeit von 30 Stunden (3.000 bzw. 3.700 mAh) und die Schnellladefunktion über USB-C stolz. WLAN ac, LTE (Cat. 11), NFC und der vom normalen Pixel 3 bekannte Sicherheitschip Titan M sind ebenfalls mit an Bord. Leider hat die Sache einen Haken. In Österreich sind die neuen Einstiegs-Smartphones der leider nicht erhältlich.
Smart Home / Nest Hub Max
Google will das Smart Home so gestalten, dass es für die Nutzer hilfreich ist. Hier ist Google u,a. mit seinen Home-Lautsprechern und den Nest-Geräten (Kameras und Thermostate) stark vertreten. In den USA konnte der Konzern bei den smarten Lautsprechern bereits Amazon Echo vom Spitzenplatz verdrängen. In Zukunft arbeiten alle Google-Smart-Home-Produkte nahtlos zusammen. Zudem soll die Bedienung über den Google Assistant einfacher funktionieren. Auch hier verspricht Google einen sehr guten Datenschutz. Schließlich wolle sich jeder in seinen eigenen vier Wänden sicher fühlen.
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Bei der Keynote hat das Unternehmen auch eine neue Steuerzentrale für Smart Homes auf den Markt - den Next Hub Max. Dieser verfügt über ein Display und eine (Weitwinkel-)Kamera. Er kann Fotos anzeigen, (YouTube-)Videos abspielen, zum Videochat verwendet werden und die im Zuhause registrierten Personen per Gesichtserkennung und deren Stimme erkennen. Der Hub Max kann also von mehreren Familienmitgliedern genutzt werden, ohne dass sich diese immer extra anmelden müssen. Die eigene Stimme genügt, damit das Gerät weiß, mit welcher Person es gerade zu tun hat. In den USA kommt der Next Hub Max um 229 Dollar in den Handel. Zudem startet er in zwölf weiteren Ländern. U.a. auch in Deutschland und in Italien. Österreich ist vorerst nicht dabei.
Seite 2: Der spannende Live-Ticker zum Nachlesen
+++ LIVE-Ticker +++
Das war´s - vielen Dank!
Pünktlich zum Anstoß der Champions-League Partie ist die Keynote zu Ende. Sundar Pichai hat also Wort gehalten.
und machen uns an die Zusammenfassungsstory. Diese finden Sie in wenigen Minuten an dieser Stelle.
Zusammenarbeit
Derzeit werden einige Organisationen und Programme gezeigt, die Google im Gesundheitsbereich unterstützt.
Fortschritte
Zuletzt gab es vor allem bei der Früherkennung von Lungenkrebs enorme Fortschritte. Hier erkannte die intelligente Software bei mehreren Patienten die Krankheit deutlich früher als Ärzte. Google arbeitet in diesem Bereich mit mehreren Gesundheitsorganisationen und -behörden zusammen. So sollen in Zukunft viele Leben gerettet werden.
Gesundheit
Googles nächstes großes Ziel in Sachen KI sind Verbesserungen im Gesundheitsbereich. Hier könne maschinelles Lernen weltweit ein große Unterstützung sein. Etwa in Ländern, in denen die ärztliche Versorgung zu wünschen über lässt, oder bei der Früherkennung von Krebs.
Künstliche Intelligenz
Nun geht es noch einmal um Google AI - also Künstliche Intelligenz. Hier legt Google den Fokus schon seit Jahren auf die Spracherkennung bzw. Sprachsteuerung. Und die Fortschritte können sich sehen lassen. Jedes Jahr werden der Sprachassistent und die Übersetzungsfunktionen merklich besser. Nun wird das Ganze noch um kontextbasierte Zusammenhänge erweitert.
Verfügbarkeit
Das Pixel 3a ist in 13 Ländern ab sofort erhältlich. Österreich ist aber wieder nicht dabei.
Top-Kamera
Google stattet sein neues Einstiegssmartphone mit der Top-Kamera des normalen Pixel 3 aus. Dieses zählt nach wie vor zu den besten Kamera-Handys. Es verfügt zwar nur über eine Linse, dafür über eine ausgeklügelte Kamera-Software und über die wohl derzeit fortschrittlichste Künstliche Intelligenz. Darüber hinaus ist Google noch auf Bluetooth 5.0, den separaten 3,5-mm-Kopfhöreranschluss, die Akkulaufzeit von 30 Stunden und die Schnellladefunktion über USB-C stolz. Zu haben ist es in drei Farben:
Pixel 3a zum Kampfpreis
Wie erwartet bringt Google das Pixel 3a an den Start. Es kostet 399 Dollar und soll dennoch Flaggschiff-Ausstattung bieten.
Nächster Punkt: Pixel!
Jetzt geht es mit dem Google-Smartphone weiter.
Neue Smart Home Zentrale
Google bringt eine neue Steuerzentrale für Smart Homes auf den Markt - den Next Hub Max. Dieser verfügt über ein Display und eine (Weitwinkel-)Kamera. Er kann Fotos anzeigen, zum Videochat verwendet werden und die im Zuhause registrierten Personen per Gesichtserkennung und deren Stimme erkennen. Der Hub Max kann also von mehreren Familienmitgliedern genutzt werden, ohne dass sich diese immer extra anmelden müssen. Die eigene Stimme genügt, damit das Gerät weiß, mit wem es gerade zu tun hat. In den USA kommt der Next Hub Max um 229 Dollar in den Handel. Zudem startet er in zwölf weiteren Länder. U.a. auch in Deutschland und in Italien. Österreich ist vorerst nicht dabei.
Hilfreiches Smart Home
Google will das Smart Home so gestalten, dass es für die Nutzer hilfreich ist. Deshalb arbeiten alle Google-Smart-Home-Produkte (inklusive den Nest-Geräten wie Kameras und Thermostate) nahtlos zusammen. Zudem soll die Bedienung über den Google Assistant einfacher funktionieren. Zudem verspricht Google einen besseren Datenschutz. Schließlich wolle sich jeder in seinen eigenen vier Wänden sicher fühlen.
Nächster Punkt: Smart Home / Google Home
Nun geht es mit dem vernetzten Zuhause weiter. Hier ist Google u,a. mit seinen Home-Lautsprechern stark vertreten. In den USA konnte der Konzern bereits Amazon Echo vom Spitzenplatz verdrängen.
Weniger Zeit am Smartphone
Immer mehr Smartphone-Nutzer klagen darüber, dass sie zuviel Zeit mit dem Gerät verbringen. Deshalb bekommt Android 10 einen "Focus Mode". Ist dieser aktiviert, ist der Funktionsumfang stark eingeschränkt. Man kann etwa einstellen, dass man im Focus-Modus nur über eingehende Anrufe und E-Mails benachrichtigt wird. Alles andere bleibt außen vor.
Dunkler Modus
Der systemweite Dark Mode ist ganz einfach über das Schnellwahlmenü aktivierbar, das man öffnet, in dem man am Display vom oberen Rand nach unten wischt. Dort findet man etwa auch Schnelleinstellungen für den Flugmodus, das Stummschalten, WLAN, Bluetooth, etc.
5G, Smart Reply und Dark Mode
Android 10 ist auch bereits für den neuen Mobilfunkstandard 5G gerüstet. Dank ihm ist es erst möglich, dass künftig Live-Chats in Echtzeit übersetzt werden. Darüber hinaus verfügt das Betriebssystem künftig in allen Apps über die praktische Funktion "Smart Reply", die automatisch Kurzantworten in Chats vorschlägt bzw. ausführt. Und auch der bereits angekündigte systemweite Dark Mode wurde soeben noch einmal bestätigt.
Zwei unterschiedliche Konzepte
Die Smartphone-Hersteller mache es Google dabei nicht gerade leicht. Sie setzen nämlich auf zwei unterschiedliche Konzepte. So hat das Samsung Galaxy Fold, dessen Markteinführung kürzlich verschoben werden musste, zwei Bildschirme: Der eine lässt sich wie ein Buch zu Tablet-Größe auffalten und ist in zusammengeklappten Zustand nicht sichtbar, während dann ein weiteres kleines Display auf der Außenseite die Smartphone-Funktionen übernimmt. Beim Huawei Mate X bleibt der Bildschirm beim Zusammenfalten auf der Außenseite und kann abwechselnd von beiden Seiten auf halber Größe genutzt werden. Android 10 kommt mit beiden Varianten klar.
Faltbare Smartphones
Android 10 biete viele Neuerungen. Los geht es mit der Unterstützung für faltbare Smartphones. Für die neuen Geräte, deren Displays sich auf Tablet-Größe auffalten lassen, bekommen die App-Entwickler mit Android Q zusätzliche Software-Werkzeuge in die Hand. Dabei geht es vor allem darum, eine Anwendung beim Wechsel der Bildschirmgröße oder von Display zu Display weiterlaufen zu lassen.
Nächster Punkt: Android 10
Jetzt geht es mit Android 10 weiter. Zum Start eine beeindruckende Zahl: Derzeit sind 2,5 Milliarden (!) Android-Geräte in Umlauf.
Live Übersetzung von Videos
Das ist auch beeindruckend. Die neue Funktion "Live Captions" ermöglicht eine Live-Übersetzung von Video-Chats. Wenn sich etwa ein Spanier und ein Österreicher in einem Video-Chat in ihrer Mutterprache unterhalten, kann jeder ganz normal sprechen. Der Spanier hört das Deutsche in spanisch, der Österreicher das Spanische in deutsch - und das in Echtzeit!
Verbesserte Tastatur
Die Google-Tastatur wurde ebenfalls verbessert. Sie soll noch bessere Textvorschläge erstellen, weniger Autokorrekturfehler machen und sich besser auf den jeweiligen Nutzer einstellen. Auch wenn es um Emojis, Gifs & Co. geht. Hier spielt KI natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle.
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Das ist praktisch: Android-Smartphones (ab Version 7) können künftig als Schlüsselgenerator für die Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt werden.
Privatsphäre
Google will es den Nutzern künftig einfacher machen ihren privaten Daten zu schützen. In der Vorwoche wurde etwa ein Feature gestartet, mit dem jeder Nutzer das Datentracking einschränken kann. Auf Wunsch werden alle gespeicherte Daten alle drei Monate automatisch gelöscht (wir berichteten). In Zukunft bekommt etwa auch Google Maps einen Inkognito Modus. Beim Chrome-Browser und bei YouTube gibt es diesen bereits. Künftig kann man also auch unentdeckt nach Orten suchen oder die Navigation nutzen.
Verantwortungsvoller Umgang
Google weiß auch, dass KI ein heikles Thema ist. Privatsphäre sei ein hohes Gut. Deshalb will Google seine Künstliche Intelligenz nur so einsetzen, dass die gesamte Menschheit davon profitiert. Großes Potenzial gebe es etwa bei der Krebserkennung. Googles verbesserte KI soll jedenfalls mit einer neuen Technik namens TCAV arbeiten. Diese ermöglicht einen besseren Abgleich zwischen der Software und dem realen Gegenstand.
Künstliche Intelligenz (KI)
Jetzt geht es mit einem Lieblingsthema von Google weiter: Künstlicher Intelligenz. Beim maschinellen Lernen ist der IT-Riese derzeit weltweit führend. Nun soll der nächste Schritt folgen.
Verfügbarkeit
Der neue Google Assistent läuft direkt am Smartphone. Google hat ihn nämlich deutlich komprimiert. Man braucht also keine anderen Apps mehr, um sich etwa an ein gewünschtes Ziel navigieren zu lassen. Als Starttermin wird später in diesem Jahr genannt. Zunächst jedoch nur auf den hauseigenen Pixel-Smartphones.
Persönliche Präferenzen
Der Google Assistant passt sich künftig an JEDEN Nutzer an. Wenn man einfach fragt: "Wie lange brauche ich nachhause?". Wird angezeigt, wie lange die Heimfahrt dauert, ohne dass man dafür eine Adresse ansagen müsste. Sagt man dem Assistenten: "Erinnere mich eine Woche vor dem Geburtstag meiner Mutter, ihr Blumen zu schicken", dann wird das gemacht, ohne dass man weitere Angaben machen muss.
Komplexere Aufgaben
Der neue Google Assistant kann auch komplexe Zusammenhänge erkennen. Beim Diktieren einer E-Mail kann man mit der Software wie mit einem Freund sprechen. Die jeweiligen Passagen werden dann automatisch so angepasst, dass die Mail so geschrieben wird, dass der Empfänger gar nicht erkennt, dass sie von einem Programm vollendet wurde.
Geschwindigkeit
Google hat den Assistant auch viel schneller gemacht. Als Beweis gibt es eine Live-Demo, bei der zahlreiche Befehle hintereinander angesagt wurden - "mach ein Selfie, Schalte das Licht ein, zeig mir den Wetterbericht, etc".. Alle wurden ohne erkennbare Wartezeit ausgeführt. Dazu muss man aber auch ein adäquates Top-Smartphone haben.
Nächster Punkt: Google Assistant
Nun geht es mit dem Google Assistant weiter. Will man sich an einem fremden Ort etwa ein Auto ausleihen, muss man nur den gewünschten Termin eingeben. Dann schlägt die Software diverse Anbieter vor. Nach der Entscheidung geht die Buchung teilautomatisch weiter. Es werden die verfügbaren Autos angezeigt, gefragt ob man Kindersitze benötigt, wie lange man das Fahrzeug nutzen möchte, etc. Am Ende schließt der Assistant die Reservierung automatisch ab. Das spart natürlich enorm viel Zeit.
Restaurant
Auch für Restaurantbesucher bietet Lens eine praktische Neuheit. Hält man das Smartphone über die Speisekarte, wird automatisch das beliebteste Gericht hervorgehoben. Ist man damit einverstanden, werden auch gleich noch Fotos von dem Essen angezeigt. Und abschließend zeigt Google Lens auch noch die Rechnung (inklusive passendem Trinkgeld) an.
Text-Übersetzung mit Sprachausgabe
Das ist praktisch. Google Lens kann künftig auch Texte per Sprachausgabe übersetzen. Man muss das Smartphone nur vor den gewünschten Abschnitt halten und die eigene Sprache einstellen. Dann wird der Text nicht nur am Display in der eigenen Sprache angezeigt sondern auf Wunsch auch vorgelesen. Bei der Demo funktionierte das schon fast gespenstisch gut.
Google Lens
Auch die KI-Kamera Google Lens wurde verbessert. Wenn man die Smartphone-Kamera beispielsweise über ein Rezept in einem Kochbuch hält, erwacht dieses quasi zum Leben. Es wird automatisch angezeigt, wie man das Gericht zubereitet.
AR-Kamera kommt in die Google Suche
Die Smartphone-Kamera wird in die Google-Suche integriert. Damit kann man dann direkt aus den Suchergebnisse 3D-Animationen erstellen und diese per Augmented Reality aus der Suche herauslösen und direkt vor sich platzieren. Bei der Demo wurde ein Beispiel mit einem Hai gezeigt:
Hilfreicher
Pichai will Google noch hilfreicher für seine Nutzer machen. Das soll mehrere Bereiche betreffen. Los geht es mit Verbesserungen bei der Suche.
Rücksicht auf Fußball-Fans
Laut Pichai müssen sich Fußball-Fans keine Sorgen darüber machen, das CL-Halbfinale zwischen Liverpool und Barcelona zu verpassen. Die Keynote wird als maximal bis zum Anstoß dauern.
Viele Neuheiten
Pichai kündigt eine spannende Keynote und Entwicklerkonferenz an. In den nächsten 90 Minuten dürfen wir uns auf viele Neuheiten freuen.
Google-Chef
Google-Chef Sundar Pichai kommt auf die Bühne und wird von tobendem Applaus begleitet. Er begrüßt alle Anwesenden und alle Livestream-Zuseher rund um den Globus.
Die Keynote startet
Es geht los. Das Eröffnungsvideo startet und der Countdown läuft.
Gleich geht es los
Der DJ verabschiedet sich. Es dürfte also gleich losgehen. Normalerweise gibt es zum Auftakt immer ein witziges Video mit einem innovativen Countdown.
Breites Themenfeld
Die Keynote ist auf 90 Minuten angesetzt. Das ist ein ambitionierter Zeitplan, denn es stehen zahlreiche Themen auf der Agenda. Dazu zählen u.a. Android, Künstliche Intelligenz, der Google Assistant, eventuell Hardware und Virtual Reality.
Wetter spielt mit
Das Wetter ist heuer nicht ganz so schön wie in den beiden letzten Jahren. Dennoch ist der Wettergott mit Google wieder gnädig. Nach Regen sieht es nämlich nicht aus.
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DJ als Vorprogramm
Um die letzten Minuten bis zum Start zu überbrücken, legt ein DJ auf. Dié Musik wird dabei von einer Künstlichen Intelligenz gemixt.
Countdown läuft
Wie in den Vorjahren findet die Keynote in einem riesigen Freilufttheater nahe der Google-Zentrale in Mountain View statt. Tausende Entwickler sind bereits eingetroffen. Läuft alles nach Plan geht es um 19:00 Uhr unserer Zeit (10:00 Uhr Ortszeit) los.
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