US-Präsident lässt sich feiern
Trump eröffnet Apple-Werk, das es seit 2013 gibt
Dass die Aussagen von US-Präsident Donald Trump häufig nicht der Wahrheit entsprechen, ist mittlerweile weitestgehend bekannt. Nun hat Trump mit einer weiteren Aktion seine Symbolpolitik auf ein neues Level gehoben. Und zwar im Rahmen eines Kurzbesuches der Apple-Fabrik im texanischen Austin. Hier pries er stolz Erfolge seiner Wirtschaftspolitik an. "Ich habe immer gesagt, es wird den Tag geben, an dem Apple Fabriken in unserem Land eröffnet und nicht in China. Und dass passiert gerade", sagte Trump. Die neue Apple-Fabrik sei Teil des amerikanischen Traums: "Unserem Land ging es noch nie so gut. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie nie zuvor."
Das Werk gibt es seit Jahren
Dem US-Präsident dürfte dabei entgangen sein, dass es diese Fabrik bereits seit Jahren gibt. Sie wurde 2013 vom Apple-Dienstleister Flex eröffnet und nun lediglich etwas vergrößert. Für den aktuellen Ausbau ist Trump jedoch hauptverantwortlich. Die Arbeitsplätze in der Fertigungshalle von Flex in Austin haben allerdings nur in einem bescheidenen Maß zum Aufschwung auf dem US-Arbeitsmarkt beigetragen: Gerade mal gut 500 Jobs sind hier nach Angaben von Apple entstanden, um den neuen Spitzencomputer Mac Pro zusammenzumontieren. Beim Rundgang war auch Apple-Chef Tim Cook mit dabei.
Entscheidung für Texas wegen Trump
Bei der Vorstellung des Rechners auf der Entwicklerkonferenz WWDC im vergangenen Juni hatte sich das Apple-Management noch in Schweigen gehüllt, ob die Neuauflage des Mac Pro wie das Vorgängermodell in Texas produziert wird. Vor dem Hintergrund des von US-Präsident Trump angezettelten Handelskriegs mit China hat sich in der Konzernzentrale im kalifornischen Cupertino aber schnell die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine Entscheidung gegen Texas großen politischen Ärger auslösen würde.
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Wichtig für Trumps Wahlkampf
Die symbolische Entscheidung für den Standort Austin wird wegen der vergleichsweise geringen Stückzahlen des Mac Pro kaum Spuren in der Apple-Bilanz hinterlassen, auch wenn die Produktionskosten in Texas höher sind als in einer asiatischen Fabrik. Umso wichtiger ist die Standortauswahl für den US-Präsidenten, der bei seiner Kampagne zur Wiederwahl im Jahr 2020 immer wieder betont, wie positiv sich die US-Wirtschaft unter seiner Regentschaft entwickelt hat. Seinen "Apple-Erfolg" machte Trump deshalb natürlich auch gleich über Twitter publik.
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